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Im deutschen Reich · 1900-09-01 · Heft 9 (September 1900) · p. 484

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 9 (September 1900)
Article
L. C., B. M., A. R. u. a. m., Berlin
Date
1900-09-01
Page
484 (sequence 2)
Language
German
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484 3m deutschen Reich. JnfanLerie-NegirnenLS, Jacob Cohn vom 67. Infanterie-Regiments (4. Ostasiatisches Infanterie-Regiment, 1. Bataillon, 3. Kompagnie), der Artillerist Isaak Buchheim aus Frankenberg in Hessen in Saarburg, Julius Rosenthal aus Rothenburg a. d. Tauber, Hugo Herzberg aus Schüren bei Dortmund, der Soldat Stuckart aus Detsche bei Meseritz und der Reservist Frank, der bei dem hessischen Infanterieregiment Nr. 115 in Gießen als Einjahrig-Freiwilliger gedient hat. Es sind dies noch bei weitem nicht die Namen aller nach China gehenden jüdischen Freiwilligen, deren Zahl erheblich größer ist, als die „Deutsche Tageszeitung" vermuthete, als sie durch ihre antisemitischen Zweifel die Enquete anregte. Der von Muth und Patriotismus triefende Leiter des agrarischen Blattes, Dr. Oertel, wird sich vermuthlich nun auch verpflichtet fühlen, als „antisemitischer Freiwilliger" nach Ostasien zu gehen! A. C. Berlin. Unter der Ueberschrift: „Wie es die Deutschen machen, damit der Jude recht viel Geld verdient, schrieb die „Staatsbürger-Ztg.": „Der „Deutsche Flotten-Berein^ bezieht seine Schreibmaschinen, die er gebraucht, von der Berliner Firma Glogowski; der Deutsche Flotten-Verein hat auch nach China eine Expedition entsandt; die benöthigten Schreibmaschinen sind von der Firma Glogowski entnommen. Die Militärbehörde hat für das Expeditionskorps, das nach China entsandt ist, die Schreibmaschinen von der Firma Glogowski entnommen." Eine von Herrn Oberleutnant Röper im Namen des Flotten-Vereins-Ausschuffes für Berlin und Brandenburg verlangte Berichtigung lehnte das Antisemitenblatt mit der Bemerkung ab, daß zu einer solchen Forderung nur der Leiter der Centralstelle, Herr Oberleutnant Baron von Veaulieu berechtigt sei. Gleichzeitig bemerkte die „Staatsbürger-Ztg.": ,,Herr Oberleutnant Röper theilt uns mit, daß der Flotten-Derein „sich um die Privatverhältnisse der Lieferanten, bei denen er kauft, nicht kümmert". So? Das heißt doch wohl: „Ob Jude oder Christ, egal mir ist". Solange solche Grundsätze herrschen, kann man es begreifen, daß. das Judenthum herrscht und der christliche Geschäftsmann so oft leer ausgeht; denn der Jude versteht das „Herandrängen" viel besser." — Diese Behauptung stimmt wieder nicht; wäre sie irgendwie zutreffend, dann hätte der „Staatsbürger-Ztg." als Lohn für die wohlfeile Reklame ,eine „jüdische" Remington-Standard- Schreibmaschine verehrt werden müssen! P. 8. Berlin. Die antisemitische Presse scheint sich zu bessern, da sie für einzelne jüdische Industrielle förmlich Reklame macht.. In einem Bericht aus Land s b erg a. W. schreibt die „Staatsbürger-

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