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Im deutschen Reich · 1900-08-01 · Heft 8 (August 1900) · p. 434

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 8 (August 1900)
Article
C. E. Stettin
Date
1900-08-01
Page
434 (sequence 2)
Language
German
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434 Im deutschen Reich. einen Theil unseres Lokaloriginalartikels über den „Konitzer Mord" aus Nr. 177 des „Konitzer Tageblatt" wörtlich abgedruckt, ohne, wie es sonst zu den Gepflogenheiten der Presse gehört, anstandshalber die Quellenangabe zu vermerken. Wir machen daher das genannte Blatt auf daß an sich schon rein Ungesetzliche seiner Handlungsweise an dieser Stelle aufmerksam." P. S. Dresden. Das dortige Antisemitenblatt berichtet, daß einem seiner Freunde folgendes Schreiben zugegangen sei: „Reichenlr a l l, Datum des Poststempels. P. P. Wie schon seit vielen Jahren, wenden wir uns auch heuer an die verehrlichen israelitischen Kurgäste Reichenhalls mit der Bitte um eine Gabe zur Unterstützung hilfsbedürftiger, kranker Glaubensgenossen. Die Roth ist groß und auch die kleinste Spende willkommen. Gütige Gaben nehmen die Unterzeichneten entgegen. Hochachtungsvollst! Dr. Eugen Merzbacher, Moritz Feuchtwanger, Albert Schulmann (München); Dr. B. Alexander, prakt. Arzt, Dr. S. Goldschmidt, prakt. Arzt, Dr. I. Loeb, prakt. Arzt, Dr. G. Ortenau, prakt. Arzt (Reichenhall). Dazu bemerkt die „Deutsche Wacht"; „Auch der deutsche Einsender, welcher in Reichenhall zur Kur weilte, wurde mit diesem Schreiben belästigt. Beweis dafür, daß die Asiaten bei allen deutschen Kurgästen Reichenhalls schnorren gewesen. Juden zu unterstützen, dazu ist doch wohl christlich-deutsches Geld nicht da." — Wahrscheinlich hat der Freund der „Deutschen Wacht" einen bei Juden häufig vorkommenden Namen. Der Schlußsatz ist deshalb besonders bemerkenswert, weil so häufig jüdisches Geld anstandslos und gern gegeben wird, um Christen zu unterstützen! O. M. Leipzig. Die „Deutsch-Sozialen Blätter" veröffentlichen allwöchentlich eine Liste angeblich jüdischer Verbrecher, welche Liste zu füllen offenbar bei der im allgemeinen guten Führung der Juden sehr schwer fällt. Der von Liebermann von Sonnenberg angestellte Redakteur hilft stch deshalb häufig auf recht originelle Weise. Er druckt nämlich Schandthaten germanischer Verbrecher ab und setzt dieselben einfach auf das Konto der „V e r j u d u n g"! So las man kürzlich in den „Deutsch-Sozialen Blättern": „Folgende Fälle wurden in zwei Zeitungen im Laufe von nur einer Woche berichtet: In Mockau bei Leipzig hatten sich drei polnische Arbeiter an einem zehnjährigen Mädchen vergriffen, in Duisburg wurde ein Lehrer zu zehn Jahren Zuchthaus -verurtheilt, in Berlin war ein dreijähriges, in Wannsee ein dreizehnjähriges Mädchen das Opfer, in Naumburg verurtheilte man drei Leute zu Zuchthaus, in Grimma erhängte sich ein

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