Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 6 (1900)
- Issue
- Heft 4 (April 1900)
- Article
- G. H. Berlin
- Date
- 1900-04-01
- Page
- 228 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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228 3m deutschen Reich. hätten. Denn Fürst Alois Lichten st ein, sowie andere, der Partei angehönge Herrschaften hatten zu Ausglerchszwecken 3000 Kronen spenden wollen. Mit diesem Gelde wären die etwa 6000 Kronen betragenden Forderungen beglichen worden. Außer dem Fürsten sind auch dessen Gemahlin, dann die Bürgermeister Dr, Lueger, Dr. Neumayer und Abgeordneter Dr. Pattai Protektoren, bezw. Ehrenmitglieder deS Verbandes. Die Ursache dieses Niederganges wird einerseits in der früher angeblich zu theueren Verwaltung, deren Kosten durch die geringen Mitgliederbeiträge nicht gedeckt werden konnten und andererseits in dem Mangel an sportlichen Veranstaltungen dieses Verbandes, die vielleicht Gewinn gebracht hätten, gesucht. Man darf annehmen, daß jene Gläubiger, welche den 50 prozentigen Ausgleich abgelehnt haben, die volle Befriedigung ihrer Forderungen durch die in der Leitung befindlichen Personen von Rang und Ansehen erhofft hatten; jetzt, nach erfolgter Konkurs-Anmeldung erscheinen diese Erwartungen wesentlich herabgedrückt." C. C. Magdeburg. Die antisemitischen Blatter verzeichnen wieder eine ganze Reihe von genehmigten Namensänderungen, über die sich die betreffenden Blatter beschweren zu müssen glauben. Ueber die „systematische Verschleierung jüdischer Herkunft" hätten die Stammesgenoffen der Herren Cohn—Cornelius in Berlin, Cohn—Clar in Bartenstein, PincuS—Paulig in Hamburg und Krakauer—Karsen in Breslau weit eher Grund sich zu beklagen, wenn sich über Geschmacksachen überhaupt streiten ließe- Das Judenthum hat sich nach einem rabbinischen Ausspruch Jahrtausende hindurch erhalten, weil die Juden weder ihre Namen noch ihre Sitten änderten, aber die Herren, denen Namensänderungen gestattet werden, sind entweder schon vom Judenthum abgefallen oder hängen mit demselben nur noch ganz lose zusammen. O. B. Vreslau. Der Bromberger Fall wird als abgethan betrachtet, da die Affaire einen befriedigenden Abschluß — in Myslo - w i tz gefunden hat. Das Kuratorium des dortigen neuen städtischen Progymnasiums hat Herrn Dr. A r o n st e i n einstimmig zum Oberlehrer gewählt. Es ist für die religiöse Eintracht, die in MySlowitz erfreulicher Weise herrscht, bezeichnend, daß dem erst seit September vorigen Jahres in MySlowitz wohnhaften Herrn Rabbiner Dr. Norden von den städtischen Behörden das Bürgerrecht in beschleunigter Form verliehen wurde, damit er daS städtische Ehrenamt eines Kuratorium- Mitgliedes bekleiden könne. C. N. Gleiwitz. Herr L. hafte um Verlegung des auf den 6. September v» I. anberaumten Termins nachgesucht, war abfällig