Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 46

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 1 (Januar 1900)
Article
L. H. Hamburg
Date
1900-01-01
Page
46 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2316602-2316663-2316665--06337-2325411
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

46 Im deutschen Reich. die großartige Einrichtung der Villa, daß er bereit wäre, die Räume im Königlichen Schloß mit denen der Villa von Mendelssohn zu vertauschen. Nun, wenn die Judenwirthschaft so weiter geht,' ist es nicht ausgeschlossen, daß Cohn I. bald im Schlosse Hausen wird." Der allgemein hochgeachtete Bankier Franz von Mendelssohn ist der Sohn christlicher Eltern und von einer „Judenwirthschaft" war bisher in maßgebenden Kreisen nichts zu spüren. Im Schlöffe wird nie Cohn I. oder Cohn II. Hausen, sondern der S o hn des hochherzigen Monarchen, welchem antisemitische Frechlinge jenen Namen beigelegt haben! V» W. Bamberg. Sie haben übersehen, daß w i r keinen Vortheil für die Kaffe haben, sondern unfern Mitgliedern ein werthvolles Wer! preiswerth verschaffen und gleichzeitig einen wohlthätigen Zweck fördern wollten. Daß Herr Cronbach mit den Renan'schen Werken zugleich für die andern Werke seines Verlages Reklame machen würde, haben wir nicht voraussetzen können. Dabei wollten wir nicht mithelfen. M. O. Bamberg. Die von uns im November-Heft des vorigen Jahrgangs unter Ihrer Chiffre gebrachte Brieskasten-Notiz hat Herrn Ktaviervirtuosen Rudolf Panzer veranlaßt, unS von Paris aus den genauen Sachverhalt mitzutheilen. Danach hatte Herr Panzer bereits zwei Tage bevor die „Kreuz-Zeitung" am 27. Oktober die Nachricht brachte, „das saubere Paar sei durchgebrannt", die Ertragnisse der in Landau und Speyer gegebenen Konzerte abgesandt und den von der Bamberger Einnahme bestimmten Betrag bei dem Rechtsanwalt Spatz in Speyer zur Ueberweisung an den Münchener Magistrat hinterlegt. Es ist aber auch nicht richtig, daß Frau Panzer-Tofti dem Bamberger Magistrat persönlich vor ihrer Abreise erklärt haben soll, daß sie von der Einnahme des Bamberger Konzerts nichts abgeben könne. Herr Panzer schreibt uns aus Paris: „Meine Frau hat dem Magistratssekretär Eichner im Gegentheil erklärt, daß sie augenblicklich noch nicht das Geld nach München absenden könne, weil es wegen anderer, zu gleichem Zwecke bevorstehender Konzerte, die bedeutende Reisekosten beanspruchten, augenblicklich unmöglich sei, die Höhe des abzuliefernden Betrages festzusetzen. (Die Betrage für die vorausgegangenen Konzerte in München, Kaufbeuren und Ingolstadt waren meinerseits bereits nach München persönlich abgelieferf, worüber Ouittungsbeläge sich in meinen Händen befinden.) Der Magistralssekretär war damit einverstanden und empfahl meiner Frau, dem Bürgermeister darüber zu schreiben. Wäre in Bamberg das einzige

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.