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Im deutschen Reich · 1900-01-01 · Heft 1 (Januar 1900) · p. 42

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
6 (1900)
Issue
Heft 1 (Januar 1900)
Article
B. C. Berlin
Date
1900-01-01
Page
42 (sequence 2)
Language
German
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jm ocuti^crt «eich. «J3 Nachfolger des Freiherrn von Hammerstein halten es in Bezug auf jüdisches Geld mit dem Grundsatz: Non ölet! O. N. Berlin. Der antisemitische Straßburger Berichterstatter der „Deutschen Tageszeitung" hat die Redaktion der letzteren wiederum auf's EiL geführt. Nachdem wir derselben am 18. Dezember v. Js. Mittheilung gemacht, daß der Bankrotteur Felhauer (nicht wie sie konsequent schreibt: Fehlauer) niemals Jude gewesen sei, stand am 29. v. MtS. im Briefkasten der „Deutschen Tageszeitung": „Sie sandten mir ein Schreiben des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glarrbens an die Redaktion, worin die Behauptung aufgestellt wird, daß der in meinem Bericht vom 28. v. Ms. genannte Bankrotteur Fehlhauer kein Jude sei. Die von Ihnen verlangte Nachprüfung dieser Angabe hat ergeben, daß Fehlauer allerdings getauft ist, aber der jüdischen Rasse angehörL. Damit dürste die Angelegenheit erledigt sein." Eine gewissenhafte Nachprüfung und entsprechende Berichterstattung hätte aber etwas ganz anderes ergeben -- nämlich folgende authentischen Einzelheiten: Der in der „Deutschen Tagesztg." zum „jüdischen Bankrotteur Fehlauer" gemachte Felhauer wurde zu Ocstringen (Baden) als Sohn des katholischen Ackerers und Steuereinnehmers F. geboren. Sein Großvater hat auf der Universität Freiburg i. B. katholische Theologie studiert, bat jedoch vor Empfang der Priesterweihe aus Familienrücksichten das Studium aufgegeben und wurde — Ackerer. Derselbe war zu Rothenburg in Baden geboren. R. 8. Berlin. Niemand denunziert mehr und oster als die Antisemiten. In dem Briefkasten der „Staatsbürger - Ztg." vom 20. Dezember war zu lesen: „Ein Recht, ihre Geschäfte über die vorgeschriebrne Polizeistunde hinaus offenzuhalten, haben jene Leute auch nicht; sie wagen es aber, weil sie in der verbotenen Geschäftszeit einen guten Umsatz erzielen und deshalb auch die sie erwartende Polizeistrafe gern zahlen. Sie brauchen nur eine Anzeige bei der Behörde zu erstatten, dann wird jenen „Konkurrenten" das Handwerk gelegt werden." — Nun, wenn das keine Denunziation ist? O. E. Berlin. Der Rassenhaß ist zwar unendlich widerlich, hat aber das Gute, daß er den Abfall als nutzlos erscheinen laßt und auf diese Weise die Zahl der Abtrünnigen vermindert. Die Fälle, daß den Convertiten ihre Abstammung in verletzender Weise vorgeworfen wird, vermehren sich. In Äntisemiten-Blättern wurde

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