Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1899)
- Article
- M. L., Dresden
- Date
- 1899-12-01
- Page
- 686 (sequence 2)
- Language
- German
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Der Name Schmuhl — schön ist er nicht; Dies zu gesteh'», ist Christenpflicht. Ein fein'rer Name, Schmuhl, sei Dein, Doch — muß es grad' «in deutscher sein? Daß eS u. A. in Magdeburg einen jüdischen Lehrer M. Steinhardt gkbt, der nicht nur selbst diesm Namen vor dem ministeriellen Be» scheid getragen, sondern dessen Familie den Namen schon lange geführt und nie Schmuhl geheißen hat, braucht die „Deutsche Wacht" nicht zu wissen. DaS aber könnte sie wissen, daß eS in Sachsen einen sehr bekannten und geachteten christlichen Rittergutsbesitzer „Schmuhl auf Lauske" (der Name — schön ist er nicht!) gegeben hat, und daß der jetzige Besitzer des Rothvorwerks in Brand in Sachsen, Schmuhl, Christ ist, seine christliche Abstammung nachgewiesen hat und der deutsch-sozialen Neformpartei wahrscheinlich nicht sehr fern steht. N. V. Offenbach a. M. Wir hatten davon bereits Kenntniß, da der „Heidelberger Volksbote", der bekanntlich auch in der Hirsche! & Wolss'schen Zeitungsfabrik in Offenbach hergestellt wird, am 25. Nov. folgende Notiz enthielt: „Am 25. d. M. auf Großherzogs Geburtstag hielt der Flobert-Schützenverein zu Sprendlingen ein Konzert mit darauffolgendem judenreinen Ball ab; hierzu war thatsächlich nicht ein einziger Jude eingeladen worden. Die Sprendlinger Hebräer sind nun sehr erbost und haßerfüllt auf die bösen Flobertschützen". — Der Aerger wird wohl nicht allzu groß sein; wenn die bösen Schützen aber künftig etwas vorgeschossen hÄ>en wollen, sollen sich dieselben nur an die Leute wenden, mit denen sie getanzt haben.