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Im deutschen Reich · 1899-12-01 · Heft 12 (Dezember 1899) · p. 674

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 12 (Dezember 1899)
Article
Regensburg
Date
1899-12-01
Page
674 (sequence 2)
Language
German
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Nachruf, in dem es heißt: „In Guggenthal bei Salzburg ist am 21. November der Konsistorialrath Joseph Schöpf, der vormals Professor der Kirchengeschichte und des Kirchenrechtes an der theologischen Fakultät in Salzburg war, im Alter von 78 Jahren gestorben. Er war eine wissenschaftliche Autorität in seinem Fache und hat auch ein großes Lehrbuch des Kirchenrechteö verfaßt. Zugleich zeichnete er sich durch seine milde und tolerante Gesinnung und durch sein wohlthätiges Wirken aus. Konsistorialrath Schöpf war auch ein entschiedener Gegner des Antisemitismus, mißbilligte ihn gerade vom katholischen und kirchlichen Standpunkte aus und hat die antisemitische Agitation in Wort und Schrift offen bekämpft. Möge er eingehen in den Bund der ewigen Seligkeit!" X Darmstadt, 8. Dezember. Der ordentliche Professor an der hiesigen technischen Hochschule, Dr. Siegmund Gundelfin g e r, erhielt' den Charakter als Geheimer Hofrath.?? Mainz, 14. Dezember. In den städtischen Schulvorstand, in welchem seither nur die katholische und die evangelische Geistlichkeit vertreten war, werden zufolge Verfügung der Regierung nunmehr auch der israelitische und freireligiöse Geistliche als stimmberechtigte Mitglieder eintreten. Schwerin i. M., 17. Dezember. Der in Sternberg versammelte Landtag der beiden Großherzogthümer Mecklenburg beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Schächtverbot. In der Berathung wurde mehrfach Bezug genommen auf das Gutachten der Großherzoglichen Medizinalkommission und des Veterinärraths Peters in Schwerin, wonach das Schächten keine Thierquälerei ist und durch den Halsschnitt ohne vorherige Betäubung der schnellste und schmerzloseste Tod gesichert wird, während zur Anwendung der Schlachtmaske eine geübte Hand gehört. Der General der Infanterie z. D. Bronsart v. Schellendorf und andere Redner traten lebhaft gegen den Erlaß eines Schächtverbots ein. Der Landtag beschloß, die Sache auf sich beruhen zu lassen. ft Wien, 12, Dezember. Der Redakteur des „Deutschen Volksblattes", August Schreiber, wurde gestern wegen Preßvergehens, begangen durch mehrere Aufsätze über den Pol na er Mord, zu einem Monat Haft verurtheilt. Dem „Wiener Tagblatt" wird aus dem Dorfe Niwra, Bezirk Briszczow bei Skala (Galizien) geschrieben: „In unserm Dorfe stand seit undenklichen Zeiten ein Kreuz in der Nähe eines Hauses, das von Israeliten bewohnt wird. In der Nacht

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