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Im deutschen Reich · 1899-04-01 · Heft 4 (April 1899) · p. 239

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 4 (April 1899)
Article
R. S. Berlin
Date
1899-04-01
Page
239 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. N. S. Berlin. Diese uns eigentlich ziemlich fern liegende Sache ist bereits durch nachstehende in der „Berliner Zeitung" vom 25. März Veröffentlichte Notiz erledigt: „Wie es Hans Sachs mit der „Deutschen Tageszeitung" erging. Unter dem Namen des berühmten Nürnberger Schuhmachers und Poeten hat ein Herr D. hier eine Flickschusterei eröffnet und fleißig in den Zeitungen angekündigt. Damit hat er den heiligen Zorn des Organs der Landbündler auf sich geladen, in dessen Spalten die Annoncen nicht erschienen waren. In einem fulminanten Artikel entrüstete sich die „Deutsche Tageszeitung" über die „Berliner S ch u h j u d e n", die den Namen Hans Sachs für ihre Neklamezwecke ausnützen und zeigte, wie dieses Unternehmen, deffen Namen natürlich nur dazu dienen solle, das große Publikum über die Stammeseigenthümlichkeiten der Firmeninhaber zu täuschen, von echt jüdischem Geiste durchtränkt sei. Nun ist aber der Inhaber des Geschäfts kein „Berliner Schuhjude", er hat überhaupt keine Beziehungen zum gelobten Lande» sondern kann' sich an rein germanischer A b - stammung mit der gesammten Redaktion der „Deutschen Tageszeitung" messen. Dies theilte er der Redaktion des Agrarierblattes in aller Höflichkeit mit und bat. um Berichtigung; darauf erhielt er unter dem 14. d. M. einen Brief, in dem ihm mitgetheilt wird, daß der Verdacht, es handle sich um ein jüdisches Unternehmen, vollkommen gerechtfertigt war, daß man sein Unternehmen im Auge behalten und eventuell (!!) später darauf zurückkommen werde und daß die Preise, die er für's Besohlen berechne, „entschieden zu niedrig" seien. Auf eine Berichtigung wartet „Hans Sachs" noch heute." B. N. Berlin. Es würde dabei zunächst „Dr. M. B r a n n, Geschichte der Juden" in Frage kommen, da die „Geschichte der Juden" von Dr. K o h u t erst im Erscheinen ist. Zu erwähnen ist auch: Dr. Krön er, „Geschichte der Juden von Esra bis auf die Jetztzeit". Frau R. M.» Berlin. Der in der Lange'schen „Deutschen Ztg." vom 12. April enthaltene Artikel „Zum Frauen st udium" geht von der Voraussetzung aus, daß die sog. Judenblätter die Bewegung fördern, und fürchtet die Folge, daß die Jüdinnen den christlichen Frauen erfolgreiche Konkurrenz machen werden. Die letztere Bemerkung ist recht unvorsichtig und aus der Schule geplaudert. Erheiternd ist, daß im Feuereifer der Verfaffer ausdrücklich von „deutschen" Jüdinnen an einer Stelle spricht (nach dem antisemitischen Kodex „giebt es so etwas garnicht!"), an einer späteren Stelle aber

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