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Im deutschen Reich · 1899-02-01 · Heft 2 (Februar 1899) · p. 118

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
5 (1899)
Issue
Heft 2 (Februar 1899)
Article
Guy-Valvor [Rezension]
Date
1899-02-01
Page
118 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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118 Im deutschen Reich. der Wissenschaft bewährt haben. Das Studium der Geschichte der Juden in Europa hat in ihm die Ueberzeugung gefestigt, daß dieselben doch eine hohe messianische Mission habe», nicht eine religiöse, die ihnen ein katholischer Schriftsteller nicht zugestehen kann, wohl aber eine soziale, zu der seiner Ansicht nach ihre humane Geistesrichtung und ihre Freiheitsliebe sie besonders veranlagt erscheinen läßt. Bei der Redaktion ist eingegangen: Ludwig Tachau. Die prophetischen Bücher der heiligen Schrift, nach ihrem Gedankeninhalt gewürdigt. Ein Wegweiser für die Lektüre der Propheten. Für de» jüdischen Religionsunterricht an höheren Schulen und das jüdische Haus. Verlag von Julius Zwißler, Wolfenbüttel — 1899. Lingesandt. D i e Errichtung von Schulgärten bei allen israelitischen Knaben- und Mädchenschulen, sowie Waisenanstalten herbeizuführen — eine Aufgabe, die im Oktober 1897 dem „Verein zur Förderung der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands" überwiesen wurde, gründet sich auf eine Reihe von allgemeinen Erwägungen und insbesondere auf solche, welche die soziale Befreiung unserer Stammesgenossen anstreben. Der hohe Werth des Schulgartens wird heutzutage so sehr anerkannt, daß man die Forderung Diesterweg's erfüllt zu sehen wünscht: „Jeder Lehrer sei ein Naturkenner, jeder Landlehrer ein Naturforscher." Deshalb ist es erfreulich, daß die jüdischen Lehrer Oberschlesiens in diesem Jahre erfolgreiche Kurse für den vorliegenden Zweck durchgemacht haben. Ferner wird am israelitischen Lehrer-Seminar in Hannover Bienenzucht getrieben und Gartenkultur gepflegt. Daß die Israelitische Erziehungs- Anstalt Ahlem in ausgedehntem Maße sich der Obst-, Gemüse- und Blumen-.Kultur hingiebt, liegt selbstverständlich in ihrer Sonderausgabe. Dagegen ist mit dem Waisenhaus in Rybnik ein richtiger Schulgarten verbunden worden. Dieser gewährt zwar keine gärtnerische Fachbildung,

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