Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1899)
- Article
- Wegweiser für den jüdischen Religionsunterricht [Rezension]
- Date
- 1899-01-01
- Page
- 63 (sequence 2)
- Language
- German
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Bücherschau. 63 führen. Soll der Sieg ruhmvoll, die Niederlage nicht rühmlos fein, ann muß der Angriff geschickt, die Vertheidigung scharf geführt werden. Zu beiden fordert das vorliegende Heft heraus, und wir hoffen, feine Vorzüge wie seine Schwächen werden dem Unternehmen zum Segen gereichen. Dürfen wir uns einen Rath oder eine Bitte gestatten, so wäre es die, die Zahl der Lehrproben, und seien sie auch so gut wie die des einen Herrn Herausgebers, nicht gar zu groß oder größer als die der anderen Abhandlungen werden zu laffen. Dann wird auch die Bitte der Herausgeber, an dem Vorhaben thätigen Antheil zu nehmen, nicht ohne Erfolg an die betheiligten Kreise gerichtet sein. Hl Adolf Mottek. Israels Sendung. Ein Festspiel. Verlag von Adolf Mottek, Schneidemühl 1898. Broch. 1,25 Mk., gebunden 1,50 Mk. In edler, bilderreicher Sprache schildert der Verfaffer die gewaltige Geschichte Israels in ihren Hauptphasen. Leicht fließen die Verse der sinnigen Dichtung, die zum Vortrage in jüdischen Vereinen und bei Schulfeierlichkeilen empfohlen werden kann. Dmil Vreslaur. Sindoriginale Synagogen- und Volks-Melodien bei den Juden geschichtlich nachweisbar? Der im „Verein für jüdische Geschichte und Literatur" in Berlin gehaltene Vortrag, in welchem Herr Profeffor BreSlaur dieses Thema behandelt hat, ist als Druckschrift im Verlage von Breitkopf und Härtel erschienen. Der Verfaffer verneint die Originalität der Synagogen-Melodien und hält es als erwiesen, daß „den hebräischen Texten in den Synagogen des Ostens orientalische und türkische, in denen des Westens romanische, und slavische Gesangweisen unterlegt wurden." Er führt die Aussprüche wissenschaftlicher und künstlerischer Autoritäten an, um darzulegen, „daß die Singweise der Synagoge stets von der Singweise jener Völker, unter denen die Juden lebten, beeinflußt wurde", kommt aber dennoch.zu dem Schluß, daß jene durch Jahrhunderte geheiligten Melodien uns werth bleiben sollen und werden — wenn sie auch nicht aus den Reihen der Unseren stammen. . Bei der Redaktion ist eingegangen: Arnold Mann. Der Väter Schuld. Erzählung aus der Gegenwart. (Verlag von H. Jtzkowski, Berlin 1898.)