Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 5 (1899)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1899)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1899-01-01
- Page
- 58 (sequence 9)
- Language
- German
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58 3m deutschen Reich. DaS erwähnte Schreiben vom 28. Oktober 1898 hatte nach» stehenden Wortlaut: Dem Vorstand erwidere ich ergebenst, daß ich im Sinn« der dort geäußerten Wünsche das Geeignete zur Abstellung der beklagten Miß stände veranlaßt habe. Wenn in der Eingabe vom 31. d. M. allgemein die Behauptung aufgestellt wird, daß durch das Aufdrängen des Flugblattes Straßenpaffanten belästigt und der Verkehr theilweise gehemmt worden sei, ohne daß die dabei anwesenden behördlichen Organe dagegen eingeschritten seien, bedauere ich solchen Angaben ohne präzisere Bezeichnung einzelner Fälle und der dabei betheiligten Beamten keine weitere Folge geben zn können und bitte in ähnlichen Fällen künftig die etwa in Frage kommenden Beamten oder das zuständige Polizei-Revier auf die gemachten Wahrnehmungen selb st unverzüglich aufmerksam zu machen. gez. von Windheim. Es steht nun bestimmt zu hoffen, daß sowohl in Charlottenburg wie in Berlin dem erwähnten Flugblatt-Unfug Einhalt gethan wird. A. L. Briefkasten der Redaktion. L. D. Berlin. Unter der Ueberschrist „Jüdisch e Reklamen zur Weihnachtszeit" brachte die „Deutsche Zeitung" Dr. Fr. Lange's am 17. Dezember 1898 nachstehenden Bericht: „Im Weihnachts-Anzeiger der „St. Johann-Saarbrücker Volks-Ztg." erläßt „Das Maaren» und Möbel-Kredit-Haus zum Bergmann" eine mit dem Kreuze geschmückte Riesenanzeige, die beim ersten Ansehen nur die Worte „Stille Nacht, heilige Nacht" hervortreten läßt. Diese nieder' trächtige Reklame des „reellsten, billigsten, populärsten und volksthümlichsten Unternehmens" — so nennt der-Abzahlungs-Jude sich