Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1898)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1898-12-01
- Page
- 659 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 659 schaffen. Den Vereinsmitgliedern wird aber die Zeitschrift „Im deutschen Reich" unentgeltlich durch das Bureau deS Central-VereinS, Berlin NW., Karlstr. 26", wie bisher allmonatlich direkt übermittelt werden. A. L. Briefkasten der Redaktion. O. M. Berlin. Sie haben richtig vermuthet: Die von der „Staatsbürger Zeitung", „Deutschen Wacht", „Deutschen Tageszeitung" und ähnlichen Preß» o r g a n e n gebrachte Nachricht aus M a r g o n i n, betreffend die Uebernahme von 400 Mark Kosten des Manaffe'schen Prozeffes, ist falsch. Der Gewährsmann dieser Blätter verdient trotz seiner amtlichen Stellung keinen Glauben. L. L. Berlin. Der Grundsatz: „Alles für's Geschäft!" wird von den nach Vermehrung ihrer Abonnenten und Inserenten eifrigst strebenden antisemitischen Redaktionen streng befolgt. — In dem Briefkasten des „Frauenwelt" betitelten Beiblattes der „Staatsbürger-Ztg." vom 27. November fand sich folgende an Franziska Schumacher gerichtete Antwort: „An christlichen Kindergarderoben-Geschäften ist durchaus kein Mangel; Du bist also auch nicht, gezwungen. Deine Weihnachtseinkäufe in jüdischenGeschäften zu machen. Daß diese christlichen Geschäfte nicht in deutschen Zeitungen annoncieren, sondern sich meistens der jüdischen Blätter hierzu bedienen, ist allerdings richtig." — Jedenfalls sind diese christlichen Geschäftsinhaber klüger als die jüdischen Geschäftsinhaber, die in der „Staatsbürger-Ztg." inserieren! G. C. Potsdam. Ueber die Ahlwardt - Versammlung in Wittenberge schrieb das dortige „Jntelligenzblatt": „Selbstverständlich ist es gar nicht möglich, auch nur skizzierend den Inhalt der zweistündigen Rede wiederzugeben. Von den Schimpfereien zu schweigen, halten wir für ein Gebot des einfachen Anstandes, selbst auf die Gefahr hin, daß Herr Ahlwardt unS vorwerfen sollte, wir ständen im Dienst des Judenthums." G. N. Straßburg i. E. Wir verweisen Sie auf einen Fall, der in Paris Aufsehen erregte. Nach neunjähriger Ehe trat die katholische Gattin des Schriftstellers Gustav Cahn zum Judenthum über; sie erklärte einer Vertreterin der „Fronde",