Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1898-08-01 · Heft 8 (August 1898) · p. 420

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 8 (August 1898)
Article
L. S. Leipzig
Date
1898-08-01
Page
420 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316637-2316645--04334-2322846
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

420 Im deutschen Reich nicht beziehen. Die uns von der jungen Dame gemachten Mittheilungen leiben an ftarken Uebertreibungen, und die angeblichen „Lmsittlichen Attentate" entpuppten sich als harmlose Scherze, wie sie in jedem Geschäfte mit männlichen und weiblichen Angestellten Vorkommen. Der Herr, dem die „Rache der Schönen" gelten sollte, ist ein Deutscher, der nach den uns gewordenen Auskünften sich eines durchaus guten Rufes erfteut. Von der Geschäftsleitung selbst wird streng auf Ordnung und gute Sitte gehalten, so das; wir nach alledem bedauern müssen, den Angaben jener Dame, die sich für deren Wahrheir verbürgte, zu sehr getraut zu haben." R. <?. München. Wir wundern uns nur, daß der Abg. Liebermann von Sonnenberg seine „Deutsch-Sozialen Blätter" beständig zum Abladeplatz für die wahrscheinlich selbst antisemitische Leser ermüdenden Hassesausbrüche seines Hechinger Korrespondenten macht. Außerhalb Hechingens kann dieser Klatsch kaum Jemanden interessieren, und in Hechingen kennt man die dortigen Urheber des Klatsches zu genau, um darauf irgend einen Werth zu legen. Daß die in Nr. 512 der „Deutsch-Sozialen Blätter" vom 9. Juni d. I. enthaltene Besprechung der „F a b r i k o r d n u n 8" die in der Fabrikordnung von B. Baruch & Söhne in Hechingen enthaltenen Bestimmungen falsch darstellt, muß Ihnen wie jedem Unbefangenen doch sofort klar gewesen sein. Wir haben uns, obgleich wir darüber nicht im Zweifel waren, durch Einsichtnahme der Fabrikordnungen vom 1. Oktober 1863 und vom 30. März 1892 davon selbst überzeugt. Auf eingezogene Erkundigungen erfuhren wir außerdem Folgendes: „Das seit Januar 1892 geführte Strafbuch ist von dem Negierungs- und Baurath Fröbel revidiert worden. Don den Strafen, dre sich bisher im Ganzen nur auf 255,47 Mk. beliefen, wurden bisher 40 Mk. an kranke Arbeiter und Arbeiterinnen vertheilt; der Rest ist bei der Spar- und Leihkässe hinterlegt« In dem Ausschuß für Bertheilung der Strafgelder sitzen außer dem Direktor zwei Arbeitnehmer, welche die Unterstützungsanträge stellen. Bisher sind nur 5 solcher Anträge gestellt und dafür die erwähnten 40 Mk. verwendet worden. Das Strafbuch führt ein Arbeitnehmer; die Strafen werden nicht von dem Direktor, sondern von zwei Aufsichtsbeamten verhängt und bemessen." I. M. Karlsruhe. Der Artikel des Mannheimer Antisemitenblattes „Deutscher Volksbote" „Die jüdischen Denunzianten-Vereine und ihre Erfolge" ist so widersinnig und zeugt von so geringer Sachkenntniß, daß er keine rechte Widerlegung verdient. Der antisemitische Redakteur Goebel behauptet z. B.,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.