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Im deutschen Reich · 1898-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1898) · p. 351

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 6-7 (Juni 1898)
Article
L. M. Berlin
Date
1898-06-01
Page
351 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. 351 Wiener Antisemitenblattes. Daß aber Josef Holzbauer und Hedwig Pieper keine Juden sind, darüber konnte bei dem Berliner Blatte kaum ein Zweifel obwalten! 8. H. Berlin. Die amerikanischen Erfolge Ahlwardt'S haben sich als wenig nachhaltig erwiesen. Das New-Uorker antisemitische Organ „Deutsche Eiche", mit dem er nach seiner Rückkehr nach Berlin in Verbindung blieb, ist von einer Aktiengesellschaft erworben worden, welche in der Nr. 52 des genannten Blattes vom 14. Mai folgende Erklärung erließ: „In Folge ehrabschneiderischer, boshafter Verleumdungen gegen die „Deutsche Eiche" und deren Verwaltungsrath konstatieren wir hiermit nochmals öffentlich, damit jedem Mißverständnitz vorgebeugt werde: „Die „Deutsche Eiche" und ihr Verwaltungsrath hat mit dem Reichstagsabgeordneten Herrn H. Ahlwardt nichts zu Lhun und mit dem Antisemitismus ebenso wenig. Wer nun noch das Gegentheil behauptet, ist eben ein ehrloser Lügner und Verleumder. John Holler. John P. Friedhoff". M. C. u. I. K. Berlin. Lasten Sie den bekannten „Antisemiten-Stuhl" ruhig am Eingang der Bodeck'schen Gastwirthschaft stehen. Es lohnt sich wirklich nicht, etwas gegen solche Ungezogenheiten zu unternehmen; dieselben sind nur geeignet, den Antisemitismus zu verekeln und die Zeit zu beschleunigen, in der den Hetzern der Stuhl vor die Thür gesetzt wird. L. Z. Breslau. Ein in dem bisherigen Wahlkreise Ahlwardts wohnender Leser der „Breslauer Ztg." hat diese auf folgende in Königes Kursbuch enthaltene Anzeige aufmerksam gemacht: „Fried eberg N.-M. Hof zur Post, Christlich-deutsches Gasthaus ersten Ranges mit prachtvollem Garten und Kegelbahn. An . politischen Blättern und Zeitschriften werden bei mir grundsätzlich nur solche gehalten, welche von christlich-deutschen Männern in volksthümlichem und vaterländischem Sinne geschrieben und geleitet sind. Allen Frei- und Treudeutschen sei daher mein Haus als Heimstätte noch ganz besonders empfohlen. Ferd. Rosen feldt, Deutscher Gastwirth." — Und der Mann muß Rosenfeldt heißen! O. C. Posen. Es ist immer mißlich, über derartige Zwischenfälle zu berichten, so lange dieselben nicht vollständig aufgeklärt sind. Thatsache ist, daß die Gnesener Schützengilde die Aufnahme eines jüdischen Kaufmanns, der in seinem früheren schlesischen Wohnorte mehrere Jahre Vorstandsmitglied der dortigen Schützengilde war und beim Wegzuge zum Ehrenmitglied derselben ernannt wurde, auf Antrag eines Polen verweigerte. Letzterer machte dabei folgende charakteristische Ausführungen:

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