Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 4 (1898)
- Issue
- Heft 6-7 (Juni 1898)
- Article
- Magdeburg
- Date
- 1898-06-01
- Page
- 340 (sequence 2)
- Language
- German
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840 3m herrischen Reich. nähme einer sachlich gehaltenen Berichtigung zu fordern, zeigt folgender Widerruf der hiesigen „Sachsenschau": „InSachen der Firma Wolf Seelenfreund betreffend war uns mitgetheilt worden, daß sie - en detail für Cylinder niedrigere Preise genommen, als sie solche en gros einem Seehäuser Geschäftsmann angeboten habe. Die Meldung beruht auf einem Jrrthum, sie war als richtig von den betreffenden Geschäftsleuten unserem Gewährsmann mitgetheilt und von uns veröffentlicht worden. Auf die Berichtigung der Firma Wolf Seelenfreund wurden nochmals Nachforschungen angestellt, wobei sich herausstellte, daß nicht 1 Dutzend, sondern 1I2 Dutzend der betreffenden Cylinder für 16 Pf. verkauft war, so daß sich das Dutzend auf 36 Pf. etwa gestellt hätte, während dem Seehäuser Geschäftsmann bei Entnahme von 100 Dutzend dieselbe Waare mit 25 Pf. per Dutzend angeboten war, also ein durchaus normales Verhältnis;. Wir nehmen daher unsere erste Meldung mir dem Ausdruck des Bedauerns zuriick, ersuchen unsere Leser, davon K enntniß zu nehmen, sie im Interesse der Wahrheit zu verbreiten, unb, sollten fic in Bekanntenkreisen darüber gesprochen haben, die Sache richtig zu stellen. Dieser Fall, der damit erledig: ist, beweist wieder einmal, w i e genau Einsender vorher derartige Meldungen p r ü f e n rn ü ff c n, n m nicht s i ch und uns Unannehmlichkeiten zu bereiten. Wenn das schon für jede Zeitung gilt, für eine antisemitische, die sich die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs zur Aufgabe gemacht hat, gilt esdoppelr. Also nochmals immer erst vorher genau selbst prüfen^ das ist sich jeder unserer Freunde, der unserer guten Sache dienen will, selbst schuldig und wird, so hoffen wir zuversichtlich, peinlich genau befolgt werden." Suhl, 12. Juni. In der Nr. 24 des antisemitischen „Thüringer Landbolen" vom 11. d. M. befindet sich nachstehende Notiz: „In eigener Sache. Unsere Leser werden sich erinnern, daß die Gebrüder Katzen st ein in Aschenhausen gegen unfern Schriftleiter Privatklage wegen Beleidigung angestrengt hatten. Der Grund hierzu war die Notiz „Jüdische Blutsauger" in Nr. 26 unseres Blattes vom vorigen Jahre. Am 8. Dezember v. I. stand Termin vor dem Schöffengericht iw M e i n i n g e n an, in welchem unser Schriftleiter zu 75 M!. Geldstrafe verurtheilt wurde. Die Verurtheilung erfolgte, weil der Wahrheitsbeweis nicht durchzuführen war, da der Gewährsmann, Haberkorn, selbst unseren Schriftleiter in geradezu leichtsinniger Weise angelogen hatte. Nunmehr ist die Sache durch Vergleich beendet worden. Unser