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Im deutschen Reich · 1898-02-01 · Heft 2 (Februar 1898) · p. 111

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
4 (1898)
Issue
Heft 2 (Februar 1898)
Article
A. B. Berlin
Date
1898-02-01
Page
111 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. 111 eindringt und unter derMaske der Judenfeindschaft sozialdemokratische Politik treibt." — Freiherr von Wangenheim scheint demnach von der „Trichinenschau" doch mehr zu verstehen als der Neichstagsabgeordnete Liebermann von Sonnenberg! L. L. Berlin. Auch von den Glaubensgenoffen strengster Observanz ist anerkannt worden, daß Herr Rechtsanwalt Emil Lehmann in seinem „Offenen Brief an Herrn Profeffor Friedrich P a u l s e n" mit den antisemitischen Expektorationen dieses Ordinarius für Philosophie und Pädagogik an der Berliner Universität gründlich Abrechnung gehalten hat und daß seine Schrift in diesen Theilen rückhaltlosen Beifall verdient. Bei der Nothwendigkeit, diese „gründliche Abrechnung" gerade in denjenigen akademischen Kreisen bekannt zu machen, in welchen Paulsens seltsame „Ethik" den meisten Schaden anrichten könnte, wäre es sicher ein Fehler gewesen, die mehrfach erbetene und bereits vorbereitete Verbreitung des Sonderabdrucks in den akademischen Kreisen zu unterlassen. Im Uebrigen hat der Vorstand des Central-Vereins bereits erklärt, für die persönlichen Anschauungen des Verfassers über dogmatische und rituelle Dinge keine Verantwortung zu haben. N. K. Berlin. Nach der am 22. Februar von der „Staatsbürger-Ztg." gebrachten „Berichtigung" steht fest, daß dieses Blatt behauptet hat, ein Mitglied des Central-Vereins habe bei der Polizei denunziert, und daß diese Behauptung erdichtet war. A. C. Berlin. Die Sache ist durch einen Ausgleich erledigt worden, dessen Annahme sich empfahl, weil der Betreffende sich nicht damit begnügt hatte, dem in einem bekannten schlesischen Badeorte praktizierenden Sanitätsrath dessen verurtheilenswerthes Benehmen vorzuhalten, sondern stch dabei unnöthiger Weise beleidigender Aeußerungen bediente. Immerhin ist bei der Verhandlung, deren Kosten der Herr Rath schließlich übernommen hat, festgestellt worden, daß der Herr Sanitätsrath einer Patientin den Besuch eines anderen Bades im Orte mit der Warnung vor „Judenschweiß", abgerathen hat. — Trotz seiner empfindlichen Nase hat der Herr Sanitätsrath nicht gewittert, daß die Dame, die vor ihm stand, eine Jüdin war! D. S. Märkisch-Friedland. Wie uns versichert wird, entspricht der in der „Staatsbürger-Ztg." veröffentlichte Brief an den Herrn Oberprediger nicht völlig dem Wortlaut des Originals. Jedenfalls find wir begierig zu erfahren, ob die Annahme der von dem verstorbenen Herrn Generalkonsul W. Schönlank der dortigen evangelischen Kirche hinterlaffenen 3000 Mark auf besondere Schwierigkeiten stoßen wird.

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