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Im deutschen Reich · 1897-12-01 · Heft 12 (Dezember 1897) · p. 651

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 12 (Dezember 1897)
Article
L. U., Karlsruhe
Date
1897-12-01
Page
651 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Brieskasten der Redaktion. 66! Notiz auS Seckenheim: „In Seckenheim, welches früher als der reichst« Ort des Badner Lande» galt, wollen 16 Haushaltungen nach der Provinz Posen übersiedeln, da sie zu Hause ihr Fort, kommen nicht mehr finden können. In Seckenheim liegen noch 6000 Centner Tabak vom vorigen Jahre und nach dem diesjährigen frägt kein Mensch!" — Die Seckenheimer scheinen sich von den Naiffeisenkassen weniger zu versprechen als pon den jüdischen Kaufleuten, sonst würden sie nicht gerade nach Posen übersiedeln. Kricherschau. Professor Paulserr und die Judenfrage. Don Gustav Levinstein. Berlin 1897. Verlag von M. Poppelauer. Der Verfasser dieser Broschüre hat, wie viele Leser dieser Zeitschrift sich wohl erinnern werden, schon einmal in einem Vortrage, den er am 14. Dezember 1890 im „Central-Verein" gehalten und im folgenden Januar in unserer Zeitschrift veröffentlicht hat, mit Professor Paulsen über dessen Stellung zur Judenfrage sich auseinandergesetzt. Die Erwiderung Paulsen's darauf in der 4. Auflage seiner „Ethik" Bd. II. S. 521 ff. hat die neue Schrift Levinstein's veranlaßt. Da gleichzeitig Emil Lehmann-Dresden in seinem „Offenen Brief an Prof. P." (S. 591 dieses Heftes) die P.'sche Auffassung und Darstellung in treffendster Weise beleuchtet und namentlich das „Ethische" daran klar dargelegt hat, und naturgemäß die L.'sche Replik im Ganzen dieselben Wege einschlagen mußte, mag es genügen, hier auf die Broschüre hingewiesen zu haben. Auch hier kommt, wie in des Verfassers oben angeführtem Bortrage, die treue Anhänglichkeit an seinen Glauben, die feste Ueberzeugung von Israels geschichtlichem Berufe in begeisterter und begeisternder Weise zum Ausdruck. Wahrlich, so verderblich der Antisemitismus gewirkt hat und noch auf die kommenden Geschlechter fortwirken wird, das müssen wir ihm danken, daß er so manche von uns veranlaßt hat, die Religion des Judenthums zu prüfen, sie kennen und lieben zu lernen. Erst die Beleidigungen und Schmähungen, die gegen das Alte Testament erhoben werden, haben viele zu den Quellen ihrer Religion zurückgeführt und mit dem Wissen vom Judenthum, seiner Lehre und seiner Geschichte, Anhänglichkeit und Begeisterung unter den Bekennern erweckt. — Bd. II Seite 253 citiert Herr P. den

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