Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 11 (November 1897)
- Article
- Potsdam
- Date
- 1897-11-01
- Page
- 565 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316624-2316635--03221-2321476- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Korrespondenzen. 56* mann, die Ansprache an den Jubilar; bei der darauf folgenden Festtafel über entledigte sich ein christlicher Geistlicher, Pastor Karrenmacher, derselben Aufgabe. (D Luckenwalde, 1. November. An der feierlichen Einweihung der von dem Regierungsbaumeister Gerstenberg in Berlin hier erbauten neuen Synagoge nahmen der Bürgermeister Suchsland, eine Abordnung des Magistrats und der Stadtverordneten, der katholische Geistliche und fast sämmtliche Mitglieder der jüdischen Gemeinde mit ihren Frauen und Kindern Theil. Der Baumeister übergab den Schlüssel der Synagoge mit kernigen Segenswünschen dem Vorsteher der Gemeinde, Max Schlesinger, und dieser händigte ihn dem Rabbiner Dr. Weiße aus Berlin ein, welcher die Festpredigt hielt. An dem Festmahl im Schützenhause, welches nach der Feier die Mit« glieder der Gemeinde und ihre Gäste vereinigte, betheiligten sich der hiesige katholische Pfarrer Eilers und Rabbiner Di-. Weiße aus Berlin. [3 Eberswalde, 4. November. Neuerdings sind wieder auf dem hiesigen jüdischen Friedhofe durch ruchlose Hände mehrere Grabsteine beschädigt worden. Die Polizeiverwaltung hat für die Ermittelung des Thäters eine Belohnung von 100 Mk. ausgesetzt. Breslau, 10. November. Der berühmte Botaniker Professor Ferdinand Cohn würbe seitens der städtischen Behörden anläßlich seines 50jährigen Doktorjubiläums zum Ehrenbürger Breslaus ernannt. ® Posen, 8. November. Welche dankbare Anerkennung die von dem hier am .">. d. M. verstorbenen Kaufmann Michaelis Reich sowohl im städtischen Armenwesen wie im jüdischen Armen-Hilfsverein entfaltete Wirksamkeit gefunden, das zeigte bei seinem Begräbniß die große Zahl der Begleiter verschiedener Bekenntnisse und die Theil« nähme einer städtischen Deputation. Daß der christliche Wirth des Dahingeschiedenen demselben einen dankerfüllten Nachruf widmete, verdient als eine in heutiger Zeit doppelt erfreuliche Kundgebung besonders erwähnt zu werden. Ex] Königsberg i. Pr., 1. November. Der Zimmergeselle Julius N e u m a n n hatte im Sommer in der hiesigen Synagoge Arbeiten ausgeführt, deren Schwierigkeiten seinen Groll erregten. Diesem machte er in der Weise Luft, daß er den bereits zur Andacht Versammelten mit lauter Stimme eine Lästerung zurief. Dafür wurde er am 27. Oktober d. I. von der hiesigen Strafkammer zu drei Tagen Gefängniß verurtheilt. A p'schwege, 8. November. Am 17. Oktober wurde in einer in dem „Deutschen Kaiser" am Bahnhof Niederhone abgehalrenen Ver«