Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1897-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1897) · p. 397

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1897)
Article
Pape-Denkmal-Komitee
Date
1897-07-01
Page
397 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
chapter
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2316602-2316624-2316632--02849-2320915
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Briefkasten der Redaktion. 997 Im Aufträge des Pape-Denkmal-KomitvK ersucht unS Herr vr. Federath, Kgl. Landrath in Brilon, darauf hinzuweisen, daß ein von angesehenen Männern aus allen Theilen des Reiches gebildeter Ausschuß in einem längeren Aufrufe zur Errichtung eines Denkmals für den verewigten Präsidenten der ersten Kommission zur Ausarbeitung des Entwurfs eines allgemeinen deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches auffordert. Der Wirkl. Geh. Rath vr. Eduard Pape wurde vom Tode abberufen, bevor das mächtige Gesetzgebungswerk völlig abgeschloffen war, allein mit Recht betonte der „Reichsanzeiger" in seinem Nachrufe: „Die Hauptarbeit ist gethan .... Wie Dr. Pape der erste gewesen, welcher dem deutschen Volke im neuerstandenen Reich und in deffen Namen Recht gesprochen, so war er dazu ausersehen, als Vorsitzender der Gesetzgebungs-Kommission dem Vaterlande für die Erlangung der ersehnten Rechtseinheit die wesentlichsten Dienste zu thun". In dem Aufrufe heißt es: „Zu der Frage, wo das Denkmal zu errichten, glauben wir unsere Ansicht dahin aussprechen zu dürfen, daß die Vaterstadt des Verewigten, deren Ehrenbürger er auch war, der geeignete Ort sein möchte: In Brilon, der Hauptstadt des früheren Herzogthums Westfalen, wurde Heinrich Eduard Pape am 13. September 1816 geboren; hier legte er durch den Besuch des Progymnasiums den Grund zu seiner Ausbildung und zu seiner künftigen geistigen Größe. Hier verlebte er den größten Theil der Jahre, in denen er sich für den Justizdienst weiter vorbildete; und in das Elternhaus und die heimathlichen Berge kehrte er auch im späteren Leben mit besonderer Vorliebe zurück, wenn Geist und Körper nach den aufreibenden Arbeiten seiner verschiedenen Lebensstellungen der Erholung bedurften. Wir bemerken, daß der Reichskanzler den Ehrenvorsitz in dem Comit6 für die Errichtung eines Pape-Denkmals übernommen hat und erhoffen von der Vaterlandsliebe und Opferwilligkeit unserer deutschen Mitbürger, daß es gelingen wird, dem Manne, dessen Name mit der Rechtsgeschichte des deutschen Volkes für alle Zeiten ruhmvoll verbunden bleiben wird, ein würdiges Denkmal zu setzen". — Beiträge, nehmen u. a. die Kriegskommunalkaffe in Brilon, die Direktion der Diskonto- Gesellschaft und das Bankhaus Anhalt u. Wagener Nachf. in Berlin in Empfang.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.