Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1897)
- Article
- G. H. Leipzig
- Date
- 1897-05-01
- Page
- 285 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkasten der Redaktion. 285 Sitzung erklärte sich aber der Geraer Gemeinderath bereit, dem „heimathlosen Predigtsamtskandidaten Bernstein" die Aufnahme in den Bürgerverband zu gewähren und fein bezügliches Gesuch bei dem fürstlichen Ministerium zu befürworten. K. M.5 Frankfurt a. M. Bereits am 1. Mai d. I. schrieb die „Volks-Ztg.": „Nachdem der. große Marseiller Gauner L e o T a x i l seine Enthüllungen über den Teufel Bitru und Miß Vaughan feierlichst als Mystifikation hingestellt hat, konnte man mit Bestimmtheit erwarten, daß die antisemitische Presse ihn zum Juden stempeln würde. Und so behauptet die „Neue bayer. Landesztg." vom 22. April, Leo Taxil heiße L ö b D a x e l und sei ein polnischer Jude. Diese plumpe Lüge haben gläubig nachgedruckt: die „Staatsbürger-Ztg." (Berlin), „Deutsche Ztg." (Dr. Lange), „Deutsche Reichs-Ztg." (Bonn)." — Diese Notiz der „Volks-Ztg." hat die jetzigen Redakteure des „Deutschen General-Anzeigers", Ahlwardt und Dewald, nicht gehindert, das Löb Daxel-Märchen am 5. Mai ihrem Leserkreis als Thatsache hinzustellen und daran eine „Belehrung" für den Klerus zu knüpfen. In Wirklichkeit heißt der Gauner weder Leo Taxil, noch Löb Daxel, sondern Gabriel Jogard-Pagös; der alttestamentliche Vorname Gabriel ist der Taufname vieler Marseiller Katholiken, die übrigens noch gar nicht daran denken, ihren Landsmann preiszugeben. Nach den „Mittheilungen z. Abwehr d. Am." veröffentlichte der ,,Os86i'vator6 cattolico“ folgendes ihm zugegangene Schreiben: „Ich bitte Sie dringend, von der Verfolgung Leo Taxil's abzustehen. Nicht er war es, der sich am Abend des 19. d. dem Publikum in Paris vorgestellt hat; Taxil wird vielmehr von den Freimaurern gefangen gehalten (!) und ein Freimauer war es, der als Leo Taxil' auftrat. Wenn Sie „katholische Informationen" in Paris einziehen, werden Sie sehen, daß ich Recht hatte. Die Verfolgten brauchen Schutz, nicht Verfolgung . . ."