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Im deutschen Reich · 1897-05-01 · Heft 5 (Mai 1897) · p. 280

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 5 (Mai 1897)
Article
Vereinsnachrichten / A. L.
Date
1897-05-01
Page
280 (sequence 2)
Language
German
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280 Im deutschen Reich. wahrhaft überraschendem Erfolge gethan haben. Für die „Selbstvertheidigung" zu wirken, ist gewiß rühmlich, denn sie ist eine E h r e n s a ch e für alle deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens und sie trägt, so ungünstig auch zuweilen die Strömung scheint, die Bürgschaft des Erfolges in sich. A. L. Briefkasten der Redaktion. E. S. Berlin. Ihr wohlgemeinter Rath, mehr Fühlung als bisher mit der liberalen Presse anzustreben, veranlaßt uns zu dem Hinweis, daß am 14. Mai d. I. die antis. „Deutsche Wacht" unter der Spitzmarke „Judengeld" Folgendes schrieb: „Wird die ,,Vosfische Zeitung" antisemitisch? Sie erhält aus Paris den folgenden „eigenen Drahtbericht" und druckt ihn auch wirklich ab: „Paris, 10. Mai. Die Sammlung des „Figaro" erreicht am dritten Tage 582 039 Frs. und wird vom Blatte geschlossen. Baronin Hirsch hatte 25 000 Frs. beigesteuert, außerdem aber schickte sie am gestrigen Jahrestage des Todes ihres Gatten dem Baron Mackau unmittelbar 937,438 Frs. um den frommen 'Werken, die am ersten Bazartage 45 000 Frs. eingenommen hatten, den Betrag zu vervollständigen, den ihnen der vorjährige Bazar zugeführt hatte, nämlich 982 438 Frs. Es wird allgemein bemerkt, daß ungefähr alle Spenden über 2000 Frs. von Juden herrühren, so von den verschiedenen Rothschilds allein 147000 Frs.; diese lärmende Freigebigkeit für streng und ausschließlich katholische Werke wird von der öffentlichen Meinung als würdelose Aufdringlichkeit empfunden und keineswegs so beurtheilt, wie die jüdischen Geber sich anscheinend schmeichelten. Cassagnac widmet der Sache in der „Autoritö" eine blutige, doch nicht unverdiente Besprechung." Bekanntlich hat Frhr. v. Mirbach, der Oberhosmeister der Kaiserin, das „Volk" vor Gericht ein „bösartiges" Blatt genannt, weil es sich abfällig über die Verwendung von jüdischen Spenden zum Bau der Kaiser Wilhelm - Gedächtnißkirche äußerte; bekanntlich hat derselbe einflußreiche Herr erst vor Kurzem eine neue Rede über Judengeld gehalten, die von den Judenblättern mit breitem Behagen abgedruckt wurde, und in der er unter anderem seine Freude

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