Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 3 (1897)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1897)
- Article
- J. H., Berlin
- Date
- 1897-02-01
- Page
- 121 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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121 Briefkasten der Redaktion. . I. H„ Berlin. Das Zitat ist nicht aus Hiob, sondern aus JefaiaS 1, 2, wie dem Verfasser sehr wohl bekannt war. Daß hierbei nur ein Schreibfehler vorgekommen ist, liegt auf der Hand. E. S., Berlin. Die von dem deutsch-russischen Antisemiten Erwin Bauer begründete Monatsschrift „Das zwanzigste Jahrhundert"', welche den wiflenschaftlichen Antisemitismus vertreten wollte, ist allerdings eingegangen, bevor noch das neunzehnte Jahrhundert sein Ende erreicht hatte. Darüber können wir deshalb keine Befriedigung empfinden, weil der wiffenschastliche Antisemitismus im Stillen fortwuchert und Gefahren in sich birgt, welche von vielen Juden unterschätzt werden, übrigens auch nicht nur das Judenthum bedrohen. S. S., Berlin. Wir halten die Notiz, daß im „Swjet" den russischen Juden empfohlen worden sei, zur griechisch-orthodoxen Religion überzutreten, aber jüdische Sitten und Gebräuche beizubehalten, durchaus nicht für erfunden. Aehnliche seltsame Convertiten-Vorschläge sind auch anderwärts aufgetaucht, ohne sonderliche Beachtung zu finden. Die „Staatsbürger-Ztg." erwähnt den Vorschlag auch nur, um daraus zu folgern, daß „eine jüdische Nationalität vorhanden sei, die in ihrer Eigenart selbst unter christlicher Maske kräftig erhalten werde." Diese Folgerung ist sehr begreiflich, wenn man bedenkt, welcheEigenart gewisseAntisemiten unter christlicher Maske erhalten! — Die Mittheilung, daß dem Hause Rothschild, die demselben in dem „Blechprozeß" zudiktirte Geldstrafe von dem russischen Finanzminister erlassen worden sei, weil, man die Hilfe Rothschilds bei der nächsten russischen Anleihe nicht gut entbehren könne, während die anderen Firmen die Strafsumme bezahlen mußten, ist — wie dies schon durch die Materie bedingt ist — selbstverständlich: Blech! K. M.» Schöneberg. Der mit der verkrachten „Rheinisch- Westfälischen Bank eng liirte Lebemann", der mit Hinterlassung zahlreicher Schulden verduftete, hieß: „von Kriegsheim". Daß die „Staatsbürger-Ztg." diesen Namen willkürlich in „von Pringsheim" umwandelte, geschah doch offenbar zu dem Zweck, dem Namen des flüchtigen Hochstaplers einen jüdischen Klang zu geben.