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Im deutschen Reich · 1897-01-01 · Heft 1 (Januar 1897) · p. 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
3 (1897)
Issue
Heft 1 (Januar 1897)
Article
Frau L. M., Posen
Date
1897-01-01
Page
63 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Briefkasten der Redaktion. 63 Dienstboten in jüdischen Häusern" können wir Ihnen noch als Nachtrag zu den im Heft 12 des vorigen Jahrgangs erwähnten Th atsachen berichten, däß in diesen Tagen daS seit 25 Jahren hier bei dem Kaufmann Crohn beschäftigte Dienstmädchen Marie Schulz von ihrem Dienstherrn an ihrem Jubiläumstage eine Versicherungspolice über 1000M. erhielt, die in 12 Jahren ausgezahlt werden. Frau I. S., Hamburg. Wir danken Ihnen für Uebersendung des „Hamburger Fremdenblattes" und entsprechen Ihrem Wunsche, demselben folgende, den Spezialarzt vr. Meyer in Z ü r i ch betreffende Notiz zu entnehmen: „Dr. med. Rudolf Meyer, Privatdozent an der Universität, entstammt einer alten, kleinbürgerlichen Züricher Familie. Der Name Meyer ist der weitaus häufigste in Zürich, so wie Müller und Schulze in Berlin. Bis auf ganz vereinzelte Eingewanderte find alle diese Meyer arische Christen, die in Bezug auf die Unzweifelbarkeit ihrer germanischen Raffenreinheit mit Verachtung auf eine große Menge deutscher Antisemiten herabsehen könnten, denn bis zum Jahre 1848 ist der Kanton Zürich (wie fast die ganze Schweiz) völlig „judenrein" gewesen. In den fiebziger Jahren gab es einmal an den beiden Hochschulen zusammen neun Proffforen und Dozenten des Namens Meyer, wovon acht unbedingt raffenreine Germanen und nur ein (aus Berlin stammender) Israelit. Einer der acht war eben der in Frage stehende vr. Rudolf M e y e r." — Daß derselbe weder Jude ist, noch von Juden stammt, haben wir bereits im Dezember - Heft dieser Zeitschrift S. 634 bekannt gegeben. Sie haben die kurze Notiz übersehen! A. G., Dresden. Der uns von Ihnen übersandte Leitartikel der „Deutschen Wacht": „Ein großkapitalistisch -jüdisches Attentat auf die sächsische Provinzialpresse", in welchem das Zeitungsunternehmen der Commandit - Gesellschaft H a ch f e l d , Schmitz u. Co. in Berlin, Wilhelmstr. 28, als ein Werk des „internationalen Judenthums" hingestellt wurde, hat uns veranlaßt, uns bei den Herren Otto Schmitz und W. Hachfeld selbst zu erkundigen, ob fie mit Recht in dem betreffenden Artikel ein Dutzend Mal als Juden bezeichnet worden sind. Darauf erwiederten uns diese Herren, der Charakter der „Deutschen Wacht" sei kein derartiger, um sie einstweilen zu Schritten gegen dieselbe zu veranlassen. Dieser Antwort war die Kopie folgenden am 15. d. M. an die Redaktion der „Deutschen Wacht" in Dresden gerichteten Schreibens beigesügt: „Indem wir Ihnen für die wirkungsvolle Reklame, die Sie unserem Unternehmen durch Ihren Leitartikel in Nr. 13 Ihrer Zeitung gemacht haben, verbindlichst danken, machen wir Ihnen die Mit-

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