Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1896)
- Article
- Gießen
- Date
- 1896-12-01
- Page
- 634 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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634 Im deutschen Reich. rettung seiner Tochter. Das zwölfjährige Mädchen fiel in den dortigen Weiher und wurde von den: zufällig vorübergekommenen Juden errettet. Zürich, 15. Dezember. Von hier aus ist der „Staatsbürger-Zig." folgende, am 10. d. Mts. von ihr veröffentlichte Mittheilung zugegangen: „Das bildschöne Fräulein Gamser aus Chur ertränkte sich nach einer Konsultation bei I)r. Meyer aus Zürich, der Spezialist für Kehlkopfkrankheiten ist. Sie hinterließ einen Zettel, auf dem die Worte standen: „Der Arzt ist schuld an meinem Tod!" — Die Untersuchung ergab, daß Meyer gegenüber einer Reihe von Patienten unsittliche Handlungen begangen hat. Das hiesige Bezirksgericht verurtheilte Meyer zu acht Monaten Arbeitshaus, 6000 Frcs. Geldstrafe und zu fünfjähriger Einstellung seines Berufes. Der Fall erregt großes Aufsehen." — Dieser Bericht ist vollständig wahrheitsgetreu, bedarf aber bei der bekannten Tendenz der „Staarsbürger-Ztg." der Ergänzung, daß der betreffende Arzt weder Jude i st, noch einer jüdischen § a m i i i e e n t ft a m m t. xt St. Petersburg, 13. Dezember. Den „Row." zu Folge hat das erste Departement des dirigirenden Senats soeben eine schon vor Jahren gefällte Entscheidung bekräftigt, nach welcher es jüdischen Soldaten früherer Rekrutirung sreisteht, ihren ständigen Wohnsitz nach Belieben auch außerhalb des jüdischen Ansässigkeits-Rayons zu wählen. Uereinsriachrichlen. Die in Berlin C. wohnenden Mitglieder des Central- Lere in s hielten am 3. Tezbr. 1890, Abends */.,9 Uhr, im Münzhof, Münzstraße 20, eine sehr zahlreich besuchte Versammlung ab, welche Herr Rechtsanwalt H. S o n n e n f e l d leitete. Herr Dr. med. O. W iese n t h a l hielt einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über „unsere G e g n e r", wobei er die drei Fragen beantwortete: 1) wer sind unsere Gegners 2) welche- Kampfmittel gebrauchen sie gegen uns? 3) welche Abwehrmittel stehen uns zu Gebotes Nachdem der Vortragende den Anfang der antisemitischen Bewegung geschildert, die verschiedensten Gattungen der Judengegner und der antisemitischen Srgane scharf gekennzeichnet hatte, verwies derselbe auf die Mittel, welche zur Anwendung gelangen, um auf den verschie-