Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 2 (1896)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1896)
- Article
- Aus lichteren Tagen
- Date
- 1896-12-01
- Page
- 601 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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601 Aus lichteren Tagen. Mit ungedruckten Briefen Anastasius Grüns und Ludwig August Frankls. IH. ■SlM« haben bereits einmal (im Mai- und Juni-Heft dieser Zeitschrift) unter demselben Titel Proben aus dem Briefwechsel des deutsch - österreichischen Dichters und Staatsmanns Alexander Graf von Auersperg (Anastasius Grün) mit seinem jüdischen Freunde und Mitstrebenden Ludwig August Frankl geboten, die den Aushängebogen des bezüglichen, von der Concordia (Deutsche Verlags-Anstalt) in Berlin vorbereiteten Werkes entnommen waren. Der gleichen Quelle entstammen die folgenden Mittheilungen, und sie verfolgen denselben Zweck: es scheint uns tröstlich, an diesem in jeder Beziehung ausgezeichneten Beispiel nachzuweisen, wie weit wir einst bereits in reiner Menschlichkeit waren und daß wir sie wieder erringen werden, sofern wir nur — wir Alle, die guten Willens sind, ohne Unterschied des Glaubens — unsere ganze Kraft unverbittert und voruriheilslos diesem Ziele zuwenden. Darum beschränken wir uns auch hier vornehmlich auf solche Aeußerungen beider Männer, die Juden und Judenthum betreffen. Wir beginnen mit einigen Briefen, welche die persönliche Beziehung der beiden Männer zu einander charakterisiren. Am 28. Juni 1862 schrieb Frankl an Grün: Hochverehrter Freund! Ich mußte lachen; als ich Montag früh zu Ihnen wollte, um Sie zu bitten, mit dem Konsul v. Hahn, dem