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Im deutschen Reich · 1896-05-01 · Heft 5 (Mai 1896) · p. 282

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 5 (Mai 1896)
Article
Hagen i. W.
Date
1896-05-01
Page
282 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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282 3m deutschen Reich. des deutsch-sozialen Vereins. Zunächst entschied die Strafkammer in ablehnendem Sinne und erklärte, daß der Inhalt des Flugblattes sich nicht speziell auf die in Hagen lebenden Juden beziehe und diese nicht zur Stellung des Strafantrages legitirnirt seien. Nachdem aber das Oberlandesgericht die Strafverfolgung angeordnet hatte, wurde die Stellung des Strafantrages für berechtigt erachtet, und schließlich wurden beide Angeklagte zu je 60 Mk. Geldstrafe verurtheilt. *** Dresden, 10. Mai. Die „Deutsche Wacht" sah sich gezwungen, am 8. d. Mts. Folgendes zu veröffentlichen: „In der Privatklagesache des Referendars Johannes Lehmann, Privatkläger, gegen den Redakteur Robert Emil Huhle, Angeklagten, wegen Beleidigung, hat das Königliche Schöffengericht zu Dresden in der Sitzung vom 28. Oktober 1805 für Recht erkannt: Der Angeklagte Robert Gmtl Huhle wird wegen Beleidigung zu einhundert Mark Geldstrafe, im Uneinbringlichkeitsfalle zu zehn Tagen Gefängnis; verurtheilt. Auch ist der verfügende Theil des Urtheils auf Kosten des Berurtheilten durch die „Deutsche Wacht", und zwar in demselben Theile und mit derselben Schrift, wie der Abdruck der Beleidigung geschehen, öffentlich bekannt zu machen, dafern der Beleidigte innerhalb zweier Wochen, von der Zustellung des Urtheils an gerechnet, allhier darauf anträgt. Die Berurtheilung ist erfolgt wegen des „Der schlaue Lehmann" betitelten, mit den Worten „herabgeweht ist" schließenden Artikels in Nr. 54 der „Deutschen Wacht" vom Jahre 1805. Dresden, am 8. April 1806. Königliches Amtsgericht, Äbth. Ha. Dr. Weingart, A.-N." Der Nachfolger des Herrn Huhle setzt trotzdem dessen Geschäft zunächst mit ungeschwächten Kräften fort. Er bemerkt zu der Nachricht, daß die artistische Leitung des Ausstellungstheaters in der 1807 in Leipzig stattfindenden Jndustrie- und Gewerbe-Ausstellung Herrn Siegmund Kohn (!) übergeben werden soll: „In Leipzig scheint man zu befürchten, daß unter christlicher Regie des Theaters der Besuch der Juden ausbleibt. Nur immer die nöthige Rücksicht auf die Juden nehmen'." — Einverstanden, Herr B. H. Welcker! — Der langjährige Vorsteher der hiesigen israelitischen Gemeinde, Generalkonsul a. D. Earl Mankiewicz, Mitinhaber der bekannten Bankfirma Philipp Elimeyer, ist nach längeren Leiden in Meran gestorben. 0 Hof, 20. Mai. Nachdem das Gesuch des „Svnagoze.i- Vereins Hof" um Gestattung des Schächtens im hiesigen Schlachthause vom Magistrat abschläglich beschieden worden, hat der Verein Beschwerde bei der Kgl. Regierung von Oberfranken erhoben. Diese überwies die Beschwerdeschrift der städtischen Behörde urr Aeusterung

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