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Im deutschen Reich · 1896-03-01 · Heft 3 (März 1896) · p. 144

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
2 (1896)
Issue
Heft 3 (März 1896)
Article
Ein schlimmes Ende
Date
1896-03-01
Page
144 (sequence 1)
Language
German
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144 Ein schlimmes Ende. äjlm Heft 5 dieser Zeitschrift wurde eine von dem „Deutschen Volks-Recht" veröffentlichte „Jüdische Rache" überschriebene Notiz aus W o h l a u widerlegt. Jene völlig unzutreffende Notiz lautete: „Da es den Juden nicht gelungen war, den im Interesse Israels nach Wohlau versetzten Postassistenten Paul Sch. noch in anderer Beziehung zu schädigen, haben sie denselben neuerlich dem Gericht angezeigt wegen Spielens in der Sächsischen Lotterie. Ein Herr, welcher mit Sch. gemeinsam spielt, unterhielt sich während der Eisenbahnfahrt mit einem Beamten über diese Angelegenheit. Die Juden hörten das Gespräch und erstatteten sofort Anzeige. Das Strafverfahren gegen Sch. ist denn auch bereits eingeleitet worden. Bravo! Israel, Du bist der beste Streiter für den Antisemitismus." In Frankenstein eingezogene Erkundigungen ergaben, daß Herr Paul Schulze, der 1892 von den Breslauer Antisemiten als Reichstagskandidat auf gestellt war, wegen antisemitischer Umtriebe von Breslau nach Frankenstein versetzt, auch dort eine agitatorische Thätigkeit entwickelt hatte, daß ihm der Fahrdienst entzogen und dadurch sein Einkommen geschnrälert wurde. Ein in Berlin angestellter Postassistent K. hatte trotz wiederholter Mahnung von Sch. nicht die Auszahlung des auf ein gemeinsam gespieltes Loos gefallenen Gewinnes erlangen können, fuhr deshalb nach Frankenstein und theilte unterwegs einem ihm bekannten jüdischen Herrn den Zweck seiner Reise mit. Da er von Schulze nur die Ausstellung eines Accepts über den Betrag seines. Gewinnantheils erlangen konnte und dies Bekannten in Frankenstein erzählte, gelangte das Verhalten des Gründers des dortigen deutsch-sozialen Resormvereins durch einen jüdischen Bürger zur Kenntniß der Postdirektion, welche die Untersuchung gegen Schulze einleitete,

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