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Im deutschen Reich · 1895-10-01 · Heft 4 (Oktober 1895) · p. 201

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
1 (1895)
Issue
Heft 4 (Oktober 1895)
Article
Bei der Redaktion sind folgende Schriften eingegangen [Nachricht]
Date
1895-10-01
Page
201 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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201 Mcherfchau. Bei der Redaktion.find folgende Schriften eingegängen: Prof. Dr. Walter Pohlmann. Jüdische Leiden. (Verlag von Louis Heuser, Neuwied.) — Christen und Juden. (Verlag von Louis Heuser, Neuwied.) — Das Judenthum und feine Feinde. 6. Auflage. (Verlag von Louis Heuser, Neuwied.) — Das Judenthum und sein Recht. 20. Auflage. (Verlag von Louis Heuser, Neuwied.) (Besprechung s. S. 203.) Dr. F. Feilchenfeld. Kurzgefaßtes Lehrbuch der jüdischen Religion für Schule und Haus. 2. vermehrte Auflage. (Verlag von I. M. Späth, Berlin.) H. Settegast. Vierzig Jahre Freimaurerei. (Ansprache, gehalten am II. Dezember 1894.) Der Schulchan-Aruch und die Rabbiner über das Verhältniß der Juden zu Andersgläubigen. Von Dr. D. Hoffmann, Dozent am Rabbinerseminar zu Berlin. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin 1894. Verlag der Expedition der jüdischen Presse. Unter diesem Titel liegt uns eine durch die Zeitkämpfe hervorgerufene Schrift vor, welche Klarheit über angegriffene, vermeintliche unhumane Stellen im rabbinischen Schriftthum zu geben sich bemüht. Der Standpunkt, den der Verfasser einnimmt, ist ein objektiver; nicht so sehr die Vertheidigung, als vielmehr die richtige Wiedergabe und Klarstellung der in dem Schriftthum der Antisemiten zitirten Stellen aus dem Schulchan-Aruch, die daselbst in hebräischer Sprache abgefaßt und in deutscher Uebersetzung miedergegeben sind. Diese Uebersetzung, soll sie treu und sachlich sein, so muß sie von jeder polemischen oder apologetischen Richtung fern gehalten werden, ein Grundsatz, der in den zitirten Aussprüchen genannter Schriften sehr selten inne gehalten wurde. Den Nachweis darüber liefert Dr. Hoffmann in obiger Schrift. Wir verweisen besonders auf den Abschnitt XX und die Anhänge 1, 2 und 3 daselbst. Die Ausführungen sind auch den Laien verständlich; es gelingt dem Verfasser, die Angriffe zurückzuweisen, die absichtlich oder unabsichtlich angestellte Verirrung und Verwirrung aufzudecken und die rabbinischen Aussprüche in ihrer geschichtlichen Darstellung deutlich wiederzugeben. Der Zweck der Schrift ist, nicht die Gegner zu überführen, was nutzlos wäre, sondern die Kenner des Hebräischen in christlichen Kreisen auf das Sachliche der zitirten Stellen aufmerksam zu machen; auch den etwaigen Einfluß der vorgebrachten Beschuldigungen der jüdischen älteren Gesetze auf jüdische Kreise abzuwehren. Wir zitiren hier die Worte des Prof. A. Kuenen aus einem Briefe an Herrn .Hoffmann, abgedruckt in der

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