Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Rabbi Moses Ben Maimon
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 396 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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396 _ ~~ in mchrern morgenländischcn Sprachen existire», theils auf uns gar nicht gekommen sind, ist wohl nicht mehr als wahrscheinlich. Indessen reichen diese hin, um genugsam zu erweisen, daß unser Maimonides, die Spanne Lebens, die uns Sterbliche»;»gemessen wird, sehr gewissenhaft ge. nutzt, weislich den Platz ausgcfüllt, auf den ihn die un. sichtbare Hand der Vorsehung gestellt, und daß er noch fast am Grabe nicht müde wurde, seinen Geist immer mehr durch Kenntnisse zu bereichern. Noch am äußersten Ende feiner Tage studierte er die kabbalistische Wissenschaft mit Iugendcifer. Hatte ich mir früher den Besitz dieser Kennt, niß erworben, soll er geäußert haben, ich würde der Welt noch so manches geliefert haben *). So vollkommen war ein Mann im Elften Jahrhundert! Ein Mann, der allen Rabbinen;um großen Vorbild« dienen sollte! Ein Mann, der die größten Schatze jüdischer Eclchrsamkeit gesammelt, und dabei ein sehr wichtiges Derufsgeschast'ztt versehen hatte. O »noch, tcn doch so manche Jüdische Volkslehrer einen Blick auf die Lcbensgcschichte dieses Mannes werfen, und;wischen sich und ihrem erhab.i.en Muster eine genaue Parallele ziehen! Warum glauben sie denn alles gethan zu habt» (ich rede von den Manchen), wenn sie den Talmud durchblättern und seine Kommentatoren stndiren? Glauben sie denn wirklich, daß das Studium der Wissenschaften das Grab der Moralität sey? Sind sie *) Man sch» die Erklärung des Ritba (ריט״גא) (Vers, des ״Buches מגדול עוז] in Ser Abhandlung 110׳ התוחז« Abschn. ־ '