Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 6 H. (1809)
- Article
- Rabbi Moses Ben Maimon
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 18)
- Language
- German
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393 der Religion dieses Werk bei ihren Gemeinden verdäch» tig )11 machen, als wäre mit dem Etndium derselben der Untergang des Glaubens— des blinden freilich, aber nicht des frommen — und der Sittlichkeit nochwendig verbunden *). Besonders in Montpellier machte sich ein gewisser Rabbi Salomon Ben Abra» h a m an der Spitze zweier seiner Schäler auf, wider das Werk und seinen Verfasser mehrere Leichtgläubige tmzunehmen. Doch es sey dem Genius der Menschheit gedankt, auch schon damals standen Männer auf von Geist und Her;, denen die Wahrheit theurer als das Le» den schien. Es waren mehrere portugiesische wahrhaft Gelehrte (unter ihnen befand sich auch der berühmte Ra mb an, Rabbi Moses Den Nachman), die sich deS noch in ihrem Herzen lebenden Maimonides eifrigfi an» nahmen, die Unverschämten entlarvten, und in die Acht erklärten, bis sie ihre T-hvrheit bereuet haben würden. ״Um das Wohl unserer Nation, um der Ehre willen, die der göttlichen Wahrheit gebührt, schrieben sie an mehrere jüdische Gemeinden, duldet den Frevel dieser Unverschämten nicht, und nehmet keine Rücksicht auf ihre Gelehrsamkeit. Alle Obrigkeiten müssen sich die Hände bieten, sich des Maimonides anzunehmen, seinen un° sterblichen Namen und seine Lehre retten; sie, die «ns der finstern Nacht der Dummheit entreißt und uns die hellglänzende Sonne wahrer Aufklärung keuchten läßt. Wie? einem Manne, so vieler Sprachen und Wissen» *)' Ein Einwurf, den viele anfangs auch der Kantischen Philosophie gemacht haben. - - '; ־ .;