Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 3)
- Language
- German
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Iehovah — der ihm tröstend diese Verheißung zieht r Deinem Samen gebe ich dieses Land, auf dem du liegstich siche dir zur Seite, bin dein Begleiter, und verlasse dich nie. Was konnte für ein niedergebeugtes Gemürh ausrichtendcr scyn, als . ein solches Traumgesicht? Was konnte mehr Balsam in die Wunde eines Patriarchen gießen? Wahrlich das war ihm mehr als Traum! *) So kann ein Gott nur trösten, ein Sott, der das Innere schauet, Herz und Nieren prüft. ״Nein, es ist kein gewohnlicher Ort diese Lagerstättehier zeigt sich Gott; ach, ich ahndete nichts! **) Wie furchtbar! Hier ist Gottes Haus! des Himmels Pforte hier!" Verschwunden war die Furcht und verscheucht jede Sorge aus dem frommen Herzen, und einleuchtend und möglich das vorhin Unmögliche! Wunderbar sind die Fugungen des Himmels, unbegreiflich der Lenker des Schicksals: thront so hoch — schauet so tief — im Himmel — auf Erden — denn von hier bis dort erblickt man Eine Leiter (eine Kette ewiger, abwechselnder Begeben- Herten) Gott regiert dieselbe, ist mit dem großen All in der engsten Verbindung, ist allgegenwärtig, allwissend, schützt dort die Unschuld im frommen Lande, ist ־*) Von. z. Mora .Nebiichim. ׳ידעתי »S 8ל*הים בטקרב הזה 2:81׳ drückt ben starken Eindruck aus, de» diese göttliche Erscheinung auf ihn gemacht. DaS konnte er nicht ahnden, es war die erste. Ich begreife nicht, wie man auf die Idee kam, gerade daraus Zu schließen, daß Jakob der Begriff der Allgegenwart GorreS fehlte, den doch seine Ahnen hatten. Sollten sie einen solchen beglückenden Glauben ihren Kindern nicht mirgcrdcilt haben? ׳— —