Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Analekten zur Geschichte der Juden
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 12)
- Language
- German
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»95 «crn, wurden auch Bürger genannt. Von Ferrara meldet Matthäus '), daß diese Stadt stets eine Freistatte und Zuflucht der Juden gewesen, wo sie mit solcher Gunst und Gnade der Herzoge gele bet hatten: daß man sic von Christen nicht mehr unterscheiden können— ״ut non amplius a Cliristianis dignoscercntur.“ — Zu Zürch hatten die Juden Bürgerrechte und wurden auch Bürger genannt. Hottinger **) thcilt ein von dem Bischöfe Heinrich von Constan; auf Ansuchen des Zürcher Magistrats ihnen crtheiltcs PrivilegiuM mit, wo der Bischof sagt, daß nur zu Zürch sollten be« graben werden —- ,.corpora Judaeorum Thuregi dcgcniium et ibidem ciidlegium (113m s׳t illi juribus civitatis gaudebant, linde et in subscriptionibus se cifes appellabant) liabentium etc.“ die Körper der zu Zürch wohnenden und daselbst Bürgerrecht habenden Juden— denn auch fic erfreuen sich der bürgerlichen Rechte, daher sie auch in den Unterschriften sich Bürger nannten.— S.z?5 wird ein gewisser Eberhard v. Gewi et, ein Jude, ״civis Tignricus“ ein Zürcher Bürger genannt. Hottin« g er setzt hinzu: JnJneiim Jmnc civem vocari,!nimm non est, idipxum enim inter civitates referebatur privilegia“ — daß dieser Jude ein Zürcher Bürger genannt werde, ist nicht zu verwundern, wcil solches (daß Juden das Bürgerrecht genießen) unter die Ctadtprivilegien gezahlt werde. Zu B »logna wurden die Juden 1464auf *) Matihaei (Petrus) Hist. Franciae. L. l.N. 1a. ad An. 15g8. p. 101. י 3 (*״ seinem Speculo Tigurino Politico p. 111 et 115 ff. .. O-