Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Analekten zur Geschichte der Juden
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 8)
- Language
- German
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19! IV. Die Tapferkeit und militärische Geschicklichkeit der Juden beweiset nicht nur die alte, sondern selbst mehrere Daten aus der neuern Geschichte. Ein desto stärkerer De« weis, daß das Schmiegen und geduldige Ertragen gcwis. ser Insolenzen bei vielen Individuen südischcr Nation keincswegs aus Mangel an Ehrgefühl oder persönlicher Bravheit entspringt; keineswegs — wie hämische Skriblcr be« haupten — Nationalcharaktcr; sondern bloß Frucht fehlcrhafter Erziehung und unausweichliches Resultat des auf dieser Nation Jahrhunderte lang lastenden eisernen Tru» ckes ist. Daß cs den Juden wirklich nicht an kriegerischem Geiste mangle» lehren die Großthaten, die sie sowohl im Einzelnen als im Ganzen so häufig in Masse verübt. Bekannt ist der tapfere Beistand, den die Prager In« de» im I. 999 den Christen wider die Heiden geleistet, und wie muchig dieselben in der Schwedischen Belagerung Prags durch den Grafen Königsmark 1648, die Stadt vcrkheidigen halfen. Nicht so bekannt, aber nicht minder merkwürdig, und wie in seinen Jüdischen Merkwür» di gkcircn * *) selbst Sehr! dt, der doch von den Juden sonst eben nicht mit allzugroßem Lobe spricht, sich aus« drückt, ihnen zum unsterblichen Ruhme gereichend, ist die 52, und Stepb. Gerlach 1. c. S. 593 ,279 ׳»z 11. -p6. Gerlach, der damals Hefprediger bei der kaiserl. Gesandtsttiaft in'Kenstankinopcl war, behauptet ihn auch persönlich gekannt zu habe». *) Joh. Jacob SchudtS Jüdische Merkwürdigkeiten 11. s. w. Frankfurt 1714 in 4• Vierter. Th. K. t. §. 1. S. LS.