Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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40 Seite Tharigkeit, jene Durchdringlichkeit des Verstandes, die man ihnen nicht absprechen kann, die sie bis jetzt auf den herabwürdigenden Wucher allein verwendet haben, werden ihnen Erfolg und Gelingen in den verschiedenen Standen der Gesellschaften verschaffen, zu deren Heil sie sie gebrauchen werden. Die Gefühle des Mitleids und der Liebe werden noch weit umfaffender werden. Nicht nur die eines Glaubens mit ihnen sind, sondern alle, die ihrcm Vaterlande angc.ignet sind, alle, die es vertheidigen, alle, die unter den nämlichen sehützenden Gesetzen und der Gerechtigkeit mit ihnen leben, werden sie sodann als ihre Brüder betrachten: dann nur wird man sagen können, daß auch sie Glieder von der großen Menschengesellschaft seyeu. Solch eine erhabene That wie diese ist es werth, das eben verflossene Jahrhundert damit zu schließen und das neue zu beginnen. Die Echreckensseenen, die darin vorgefalle» sind, werden durch diese Handlung der Menschlichkeit der Nachwelt wenigstens gemildert, wenn auch nicht ganz versöhnt erscheinen.-- Dem edlen von Dohm vorzüglich krag, ich meinen innigst gefühlten Wunsch vor, das einmal von ihm rühmlich und mit guter Hoffnung angefangene Werk nicht unvollendet zu lassen. Die Menschheit, die mit ihren Kronen diejenigen lohnt, die sich um sie verdient machen, und was sie können, dazu beitragen , ein Verlangen, das schon lang in jedem gefühlvollen Herzen wohnt, in Erfüllung zu bringen, wird diese Vollendung als ein neues Kleinod in seiner schon mit Recht "erworbenen Krone erglänzen lassen.--