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Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd. 1 H. (1809) · p. Seite 16

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Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd. 1 H. (1809)
Article
Eine biographische Skizze des Herrn Jonas Jeitteles, der Heilkunde Doktors, der Weltweisheit Baccalaurei, des gewesenen böhmisch-israelitisch-chirurgischen Gremiums immerwährenden Präses, K. beeideten
Date
1809-01-01
Page
Seite 16 (sequence 16)
Language
German
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ihm lebte, in manche seiner Launen und Eigenheiten willig sich fügte, und überhaupt als eine liebevolle Gefährtin seine Lebenslage versüß«, zeugte er u Kinder, 7 überlebten ihn davon. 2he 1787 durch einen Blutstnr; erfolgter Tod schmerzte ihn tief und innig. Trotz ihrer körperlichen Leide» ciue zärtliche Gattin, eine sorgsame Mutter, wird ihr Bild in den Herzen ihrer Kinder nie verlöschen — Gegen ihrer Asche! Nach einem dreijährigen Wittwcrsiandc heurarhctc er 1790 zum 2tcn Male. D icse Ehe — — — blieb kinderlos. Allgemeine Achtung und Verehrung genießend, Besitzer eines nicht unbedeutenden Vermögens, Gatte einer gnren, von ihm zärtlich geliebten Frau, Vater einer blühenden Familie; wer würde noch zweifeln, daß fein Dafcyn glücklich, zufrieden und heiter, dahinfioß? —aber dennoch würde man sich hier, fo wie überall, täuschen; dennoch war sein Leben, so wie zeden Erdenbürgers, nicht lcidenlccr, nicht wolkenlos. Hypochondrie, der Harpycn Gräßlichste; gräßlicher alS irgend eine, welche die Fabel ersann, dcr Gelehrten gewöhnliche Mitgift, die an dem Körper des Geistes Veredlung rächt, verbitterte die schönsten Tage seines Daseyns. Von seiner Jugend an empfindlich, furchtsam, ängstlich, hatte er schon frühzeitig Hang zu dieser Krankheit. Sein außerordentlicher Fleiß, und selbst sein nachmaliges unabl ästiges Studieren und Arbeiten, so wie sein Beruf als Arzt, der ihm meistens traurige Scencn darbot, vermehrten diese unglückliche Anlage, und entwickelten sie zu einer furchtbaren Höhe. Diese hypochondrische Schwermuth verließ ihn selten ganz, doch

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