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Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd. 1 H. (1809) · p. Seite 13

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Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd. 1 H. (1809)
Article
Eine biographische Skizze des Herrn Jonas Jeitteles, der Heilkunde Doktors, der Weltweisheit Baccalaurei, des gewesenen böhmisch-israelitisch-chirurgischen Gremiums immerwährenden Präses, K. beeideten
Date
1809-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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gcist kennend — schwieg. Erst im I. r784, als durch Oesterreichs hohen Genius, den Lichwcrbrciter Joseph, Vernunft und Menschlichkeit den Sieg über Dornrchrile und Crbhaß errang, und jenes ewig denkwürdige, ewig unvergeßliche Toleranzrescript erschien, das in dem Juden auch den Menschen cbrt, und ihn als Glied einer Kette betrachtet: rcklamirte I. auch sein Rechte Hämische Kabale stellte sich ihm entgegen. I. reiste im Sommer 1784 nach Wien, drang bis zum Throne des großen Monarchen, und erhielt nicht nur sür sich allein, sondern auch für alle seine Nachfolger, die Gewährung seiner Bitte in den huldvollsten Ausdrücken. .. Er blieb also von 1756 in Prag, wiewohl es anfäng. lich nicht in seinem Plane lag, und schlug späterhin selbst mehrere vortheilhafte Anstellungen, ja sogar den Ruf als 2ten Leibarzt am Hofe des letzten Königs von Polen ans, und zog diesem glanzenden Posten lieber eine einfachere' Lebensweise in seiner Gcburtssiadt vor, wo er durch xDecennicn rastlos wirkte. Seine praktische Wirksamkeit wurde bald die ausge» brcitetste, fernhin erscholl sein Name und sein Wirkungskreis vermehrte sich täglich. Seine Verdienste blieben nicht »»belohnt. Im I. 176z wurde er zum Physieus der Prager Judengemcinde und beständigem Arzte am dasigen Krankcnhausc ernannt. Hier fand sein rharigrr Geist ein weites Feld. Wenii man den erbärmlichen Zustand bedenkt, in dem I. dieses so wichtige Institut beim Antritte seines neuen Amtes fand; wenn man erwäget, mit wel, chen Hindernissen er;n kämpfen, welche Menge riefeingr»

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