Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Jüdisches Philantropin [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Iüdisches Philantropin. Durch die groß, müthige blntcrstützlmg Cr. Hoheit des durchl. Fürsten Primas, unseres gnädigsten Landesvatcrs, sehen wir »ns in den Stand gesetzt, 5 arme Kinder in unserin Institute aufnchmen zu können u. s. w. Auch kann wieder rin armer auswärtiger Zögling ausgenommen werden. Franks, den 15. Nvv. 1803. S. Geiscnheimer. La;arr. Weil. Die Namensvcrandcrungcn der Israeliten in Frankreich und Italien haben dein Vernehmen nach dergestalt geschehen müssen, daß sie selbst ihre biblischen Vornamen in andere nmwandcln mußten, wenn dieselben nicht auch zugleich von den Christen als Vor - oder Taufnamen anerkannt werden. Auch das weibliche Geschlecht war davon nicht ausgenommen. In denjenigen deutschen Landern, wo man, ohne dem guten Beispiele, mit welchem größere Staaten vorangingen, im mindesten zu folgen, von dem Juden noch immer Lcibzoll fordert, können dergleichen Maaßrcgcln unmöglich Beifall finden, da es auf die Weise so manchem Zolleinnehmcr in zweifelhaften Fallen schwer fallen muß, aus der Angabe des Namens sogleich den Inden zu erkennen. Wie weit leichter ist eH nicht, so bald der reisende Deutsche seinen Namen, z. B, Aaron Moses u. s. f. nennt, ihm sogleich einen Zettel zu geben, worauf die Worte sichen: „Hat vergleittf — einen Juden"! — £> neunzehntes Jahrhundert! O Aufklärung und Toleranz! Ende des erste» Bandes.