Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 21)
- Language
- German
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laßigre Klasse (am wenigsten die schwärmerische) zu bessern ^). Beweist hierüber find zwar übcrflüstig; aber der einzige mochte wohl zum Beschlüsse dieses Aufsatzes Aufmerksamkeit verdienen, und von der willkührlichen Art der Gesetz - Verdrehungen eine Probe liefern. Das heiligste und erste Rcligkonsgesttz der Juden ist: Selbsierhaltung, so daß die Talmudisten gebieten: „eine ganze Gemeinde müsse selbst den heiligsten Feiertag „durch Arbeit entweihen, wäre ein neugebomes Kind un- „ter einem Schutte begraben und nur vielleicht zu „retten." Obgleich ein Kind unter zc> Tagen nicht als vollkommen anerkannt und mit dem Namen Mensch belegt wird. Gleichermaßen befiehlt der Talmud, da man in seinen Zeiten die Tobten nur in Gewölben mit Thüren versehen beisetzte: „Man .müsse drei Tage nach dieser Deise- ,/tzung von Zeit zu Zeit die Todten beschauen, ob sie nicht „etwa nur Scheintodte waren, 'indem nur Verwesung ein „sicheres Zeichen der Entseelüng fty"; bei welcher Gelegenheit einige E>empel in Talmud angeführt werden, daß *) Man kann e6 sehr'leicht sehen, daß diese Schrift J» einer Zeit herauskam, wo für die Verbesserung des Schicksals unserer Glaubensgenossen neck wenig gethair wurde. Mich dünkt: nur von Seiten eines, von der höchsten Behörde sancticnirten jüdischen Cenststoriums, von welchem alles, die innere Verbesserung der Juden betreffend, ausgehen muß, kann der Grund zur völligen Civilistrung aller Juden (olme bloß auf Individuen Rücksicht zu nehme») gelegt werden, sobald nämlich der Staat den Juden die Bürgerrechte ertheilt. Der Herausz.