Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- Israel Hönig Edler von Hönigsberg
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 337 (sequence 3)
- Language
- German
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scrcr Nation bewahren. Möge Culamirh überhaupt hie-;u das Pantheon seyn!— Israel Honig Edler von Hönigsb erg wurde im I. 1724 zu Kettenplan, einem Städtchen in Böhmen, Pilsner Kreises, geboren. Die schaffende Natur rcrlich ihm hohe Geistesanlagen mit einem festen Körpcrbaue. Das goldene Alter des menschlichen Geistes hatte damals, zumal bei seiner Nation, noch nicht bcgonncn. Im unermessenkn Gebiete der Streitfragen des Talmuds, alle Künste der Cophisiik und Dialektik üben, war einziges Schema der Pädagogik, Pfaffengeist und Obscurantismus hatten eine scharfe Eränzlinie wider alles jenseilige Wissen gezogen, und unauslöschlich verwinkt war jeder Anspruch auf Rechtglaubigkcit, wer andern Wissenschaften sich weihete. H—'s Erziehung war daher ganz nach dieser Manier, und cs gehört za seiner, so wie zur Individualität fast jedes ausgezeichneten Juden aus der altern Periode, daß er, ohne irgend eine planmäßige wissenschaftliche Anleitung in seiner Jugend genessen;u haben, späterhin nur durch eigene Geisteskraft sich hob. In seinem Jünglingsalter siudirte er auf der sogenannten hohen Schule zu Prag unter dem als Talmudlchrer cxccllirenden Rabbi Meier Fieschel. Sein Eintritt ins praktische Leben und hiemit seine eigentliche Laufbahn beginnt erst mit dem I. 1752, als» im 28. Jahre seines Alters. In Verbindung mit seinem Vater Löbl Hönig — einem thäligen und einsichtsvollen Manne — und seinen Brüdern, übernahm er den — II. Iahrg. i. Band.__La