Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 7)
- Language
- German
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326 worden sind: da bei den hcllleucktcnden Tugenden der Monarchen der Name Monarchie nicht mehr die Ohren der eifrigsten Republikaner beleidigt, da der Fanatismus nur Abscheu erregt, und das aufgeklärte, gebildete Europa sich nur mit Schamröthe an die Unwissenheit verflossener Zeiten uuuKtt: jetzt also muß eine solche verhaßte Auszcichnuuy auf immer verschwinden; sie sticht zu sehr mit dem Jahrhundert des Clement, Joseph, Leopold, Sta« uislaus ab *). Nicht als Glied der unterdrückten Klasse rufe ich für sic jetzt die Gerecht! cheit der König: und der Nationen an. Mögen auch immerhin einige kalte Philosophen zu unfern Handlungen keinen andern Beweggrund als Eigenliebe finden wollen: so kann mich doch setzt kein persönliches Interesse zu diesem kühnen Schritte verleitet haben. Denn laut sage ich es: Dank sey cs dem Dilligkeitsgefühl einer Nation, die wohl das Unglück haben konnte, eine kurze Zeit nur unter der Herrschaft solcher grausamen Tyrannen, wie die Euifcn und Pizzaro waren, zu seufzen, deren edler :t״s erhabener Charakter aber sich nie verleugnet ׳ hat; laut sage ich cs: die französischen Juden sind endlich in die Rechte der Menschen eingetrctcn, und viele sind schon nützliche Bürger geworden. : Als französischer Bürger, als eifriger Freund der Menschheit trete ich also auf, dir gerechte Cache einer *) Stanislaus hatte sich schon dadurch als Beschützer der jüdischen Nation angekündigt, daß er zuerst einer gewiss scn Zahl ihrer Familien erlaubte, sich in Nancy niederzulassen: dich war alles, was er damals zu ihret Gunst -־ chim ckormte. ׳