Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1808)
- Article
- Fünfzigjährige Regierungsfeier des Herzogs und Fürsten zu Anhalt-Deßau
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304650-10857068-2315414--01529-2315793- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
geben von Orangenbäumen, erblickte *). Mehrere Schülerinnen aus der von mir gestifteten Töchterschule bildeten in derselben zwei Reihen, um bei der Ankunft des Herzogs den Weg, welcher Ihn zur Synagoge führte, mit Blumen zu bestreuen. Die Synagoge selbst war aufs Prächtigste verziert, mit sehr vielem Silbergeräche versehe» und äußerst hell erleuchtet **). Auf einem Chore, welcher sonst für das weibliche Geschlecht bestimmt ist, befanden sich die Chöre der Mustci und Sänger, die zur Verherrlichung des Gottesdienstes arrangirt wurden. Es freucte mich sehr, hier schon manche jüdische Hausvater von dem Nutzen überzeugt zuchaben, welchen der von mir in der jüdischen Schule wenige Monate zuvor cingeführte Unterricht im Singen, unstreitig hcrvorbringen mu8.--DiL_hLrtL.maa in irgend einer Synagoge Deutschlands Smgchöre , dieser Art, obgleich sie, wenn der Gottesdienst seinem wahren Zwecke näher geführt werden soll, in dem Hause der Andacht eigentlich niemals fehlen sollten ***). - *) Bekanntlich liegen die meisten Synagogen hinter einem Hause versteckt, da cs den Juden von jeher von der herrschenden Kirche unterlagt war, ihre Synagogen auf öffentlichen Plätzen zu erbauen. - . **) Diese zweckmäßigen Anstalten in Rücksicht der Verzier»mgen u. s. tu. hat man vorzüglich dem Hrn. Doktor H a r t o g und dem Aclresten, Hrn. Sams. Schwa b e, zu verdanken. .***) Höchstens nur in dieser Hinsicht könnte ich dasjenige auf mich anwenden, was der würdige Herr Fcldprcdiger Spieker in der Zeitung für die elegante Welt (*92. St.) in der ihm so eigenrhümlichen humanen Art von mir zu sagen die Güte har.