Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1808)
- Article
- Entsetzlicher Aberglaube in Polen, noch vor neun Jahren
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 2)
- Language
- German
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daS dortige Publikum gegen die Juden zu entrüsten. Wahr» schciulich floß diese Schrift aus derselben Quelle, aus welcher jene Legende hcrvorgegangcn ist. Um den Eindruck derselben zu entkräften, unternahm cs ein Ungenannter — wahrscheinlich ein Jude, dem cs unglücklicher Weise in allein Betracht an Kenntnissen und Bildung fehlte —» den wahren Hergang der Cache zu erzählen, und den vorgeblichen Hostienraub durch die Juden als eine Kabale darznsielicn» welche die Dominikaner ans Haß und Eifersucht gegen die Juden angczcttelt hatten, weil cs diesen erlaubt worden war, irr der Nachbarschaft des Dominikanerklosters eine Synagoge anzulegen. Der Tire! dieser Schrift heißt: Philakterium, oder Arganton und Philo >m Cchooßc der wahren Glückseeligkcit. Bcrriffr die neue Darstellung des übernatürlichen Wunders, welches am 25. August 1799. in Posen mit ausgezeichneter Pracht gefeiert ward. Berlin iZoi. 7; Bogen. §. l- Gr. Die Juden in Ro m bei cincr Papstwahl. Wenn ein ncucrwählter Papst in feierlicher Prozession seinen ersten Einzug in die Latcranskirche that» so kamenihm die in Rom ansäßigen Juden am Berge Jordanus entgegen, fielen nieder auf ihre Knie, und überreichten ihm Las Gesetz Mosis mit der Bitte um Schutz und Gnade. Der Papst gab ihnen dann in der gewöhnlichen Formel, in lateinischer Sprache, folgende Antwort: „Das heilige Gesetz» lieben Hebräer, so wie es vom allmächtigen Gott durch die Hände des Moses euren Vätern übergeben worden ist,