Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Aus Frankreich [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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»59 Aus Frankreich. Unsere wüst Regierung fährt noch immer fort» das -Vohl eines jeden Unterthanen zu begründen und zu befestige» , ohne erst sorgfältig nach dem Glauben desselben zu fragen. In Ansehung der jüdischen Glaubensgenossen find einige nähere Bcsiiinniungen crtheilt worden» welche jeder Vernünftige, besonders die Nachwelt, segnen wird. Seit einer langen Reihe von Jahren genießen wir die völligen Bürgerrechte, und in dem eigentlichen Frankreich kennt man faß gar keinen Unterschied mehr zwischen Unterthanen, welche sich zu der christlichen oder zur jüdischen Religion bekennen. Wer als ein guter Unterthan und Bürger lebt, wird auch als ein solcher geachtet und behandelt, ohne daß sein Glaube im mindesten in Anspruch genommen wird. Nach Vcrhaltniß der Dolkszahl, haben viclcInden in verschiedenen Fachern öffentliche Aemtcr und viele derselben dienen bei'der Armee. Cie avanciren, wenn sie die nöthigcn Talente zeigen, nach wie vor und werden geehrt und geschätzt, ob gleich man weiß, daß sie jüdischer Religion sind. Ich würde die Namen vieler Officiere jüdischer Religion hier herzählcn, wenn ich nicht befürchtete, dieGeduld der Leser gar zu sehr auf die Probe zu setzen, da ihre Zahl sehr groß ist. Erst vor Kurzen wurde der Dragoner. Lieutenant Wolf, von Sr. Kaiser!. König!. Majestät zum Lieutenant bei der Kaiserlichen Garde ernannt und mit dem Kreuze der Ehrenlegion begnadigt. Unter die verdienstvollen Officiere gehören noch besonders: der Rittmeister