Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Nachrichten und Verbesserungen, die bürgerliche Verbesserung der Israeliten in verschiedenen Ländern betreffend [Nachricht]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 3)
- Language
- German
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157 auszurotten, damit die wahre Gottesfurcht desto besser ge« Hcihc, und wir, empfänglicher für das hellglänzende Licht der Wahrheit, in brüderlichem Verein mit unfern Mitmenschen, ohne Unterschied des Glaubens, uns der Wohltha- 4en, die uns menschenfreundliche Fürsten zu Thcil werden lassen, desto besser erfreuen können. Jetzt, Brüder! hat die Stunde endlich geschlagen, wo man unsere Menschenrechte, weniger als in vorigen Zeiten, in Zweifel zieht; ja was noch mehr sagen will, wo man uns diese Recht: selbst, grösitcnthcils cinraumt, und wie? rs könnte Kaltsinnige unter uns geben, welche die Stimme Gorres, der wie Wasserleitung die Herzen der Könige leitet, frech verhöhnend, unempfindlich bleiben, bei Allem, was Gott für uns gcthan; die nicht streben, seinen Willen und den der durch ihn eingesetzten Fürsten, mit Freuden zu erfüllen? Unmöglich! Wenn wir einen Blick auf die harten Prüfungen und Schicksale unserer Voreltern werfen, wenn wir betrachten , wie der Himmel uns, trotz diesem, wundervoll bis Zu einer Zeit erhalten, wo die Vernunft und Humanität die Oberhand gewonnen, wo die Regenten weise und milde herrschen, und im Menschen den Menschen ehren; wenn wir endlich unser jetziges Schicksal mit dem unserer Voreltern vergleichen; wer von uns könnte wohl, den Willen göttlicher Vorsehung frevelhaft verkennend, die Hände kalt in den Echoost legen und dabei ausnifcn: „Wüs kümmert uns dicß alles? " Brüder! jetzt ist cs Zeit, thatig "das BcMe"zu wollen und zu befördern. Die Stimme Gottes, der Könige und der Natur, eure und eurer Nachkommen Wohl heischen euer Bemühen, das Schicksal euerer Elaubensge-