Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1808)
- Article
- Neue Bemerkungen über die Juden, insbesondere über die Amsterdamer und Frankfurter Juden
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 17)
- Language
- German
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Nachtrag des Uebersetzers. Dicß sind die Worte des Menschenfreundes, des 5$e.j schützers unserer Nation, der keine Gelegenheit entschlüpfen' laßt, mit Rath und That herbei zu eilen, um unsere Na.' tion ans der Tiefe der Verachtung, ans der Schmacks die bis jetzt auf unserm Namen lag, herauszuziehcn; der' nichts versäumt und unablaßig darauf hinausarbciret, uns Mittel zur Beförderung, zur Veredlung unserer Glaubens, genossen an die Hand zn geben. Nicht Parthcigcisi, nicht weltliche Dorthcile sind es, die seine Feder zu unserer Wert thcidigung beleben; es ist der erhabene Sinn, »oll des göttlichen thciluchmcndcn Hochgefühls, das sein Gcmüth antrcibt, einer seit beinahe Jahrtausenden durch Vornrthcilc, durch Vcrfolgungsgcist niedergedrückten Nation wieder ans zuhclfen. Auch ist es nicht eine blinde Vorliebe, die in beständigem Widerspruche mit der kalten Vernunft steht, und nnr zu oft in einen für die gute Sache nachcheilige» Eigensinn ansartct, die ihn zu unserm Gönner macht; es ist die reinste, die uneigennützigste Liebe des Menschen zum Menschen, es ist der fromme Vorsatz, sich das Bewußt, scyn zu erringen, sich einst sagen zu können: ich habe mich der göttlichen Lehre meiner Religion, die feinen bittersten Feinden bereitwillig zu verzeihen heischt, durch ernstes Bemühen wenigstens zu nähern gesucht, unschuldig Verfolgte alts ihren Drangsalen zu befreien. Ich sage, das Bewußtseyn erringen; denn wohl verdient es harter Kampf ge-