Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 26)
- Language
- German
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eine bestimmte Art ernähren können, öfters einfinben, der.cn tugendhafte, häusliche Mädchen, auch ohne große Mitgift, als Gattinnen willkommen seyn werden. Sucht euch ferner, dem Wunsche eurer Souveraincn gemäß, in den Ländern, wo ihr Bürger seyd, nach Vcrhaltniß eueres Vermögens A ck c r zu kaufen, betreibet, dann die Landwirthschaft mit Fleiß und Kraft; der eigene Anbau euerer Felder scy euer vorzüglichstes Geschäft; dienet in jeder Lage dem Staate mit achtem Patriotismus, besonders wenn ihr den Beruf des Soldaten habt. Seyd stets bereit» den christlichen Mtbrüdcrn Gutes zu erzeigen, wie es doch der Wille unserer Gesetze ist; bedenket, daß es die Christen sind, die euch freundlich in ihren Schooß wieder aufnehmcn. O möge der loyale Geist, welcher seit ziemlich langer Zeit unter den Juden zu herrschen begann, Ich immer mehr zum Wohl der Meirichen ansbrciten! Entfernet auch, liebe Glaubensbrüdcr! euere Kinder von dem elenden Kleinhandel, suchet selbst» oder wenigstens vermittelst einsichtsvoller, guter Lehrer den Geist der Humanität in ihnen rege zu machen, damit sie ihre Würde sls Menschen desto mehr fühlen und die Moralität über Alles lieben lernen. Aber auch ihr, meine lieben Glaubensgenossen k auch ihr selbst müsset nun dem Bessern mehr Gehör Verleihern Der schreckliche Druck, unter welchem wir bis setzt seufzten, Verursachtc allerdings, baß viele unserer Religivnsverwandten verwahrloset wurden und daher in den Hitten und ihrem ganzen Aeußern mit der gebildc- «n Klasse jüdischer 7Eonfefsion, insbesondere mit ihren christlichen Brüdern aüffallmd kontrastirrn. Wir sind doch aber nun einmal keine Morgenländer, keine Fremde mehr, tmd wollen es auch nicht seyn. Schon seit so sehr vielen Jahrhunderten wohnen wir in Europa und sind folglich