Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 15)
- Language
- German
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Hüeligiori -macht es chen Jude» zur Pflicht; die Oblje- Pendelten gegen Fürsten und Vaterland selbst den religiö» |cn Pflichten vorzuziehcn. „Suchet der StadtBr« sccs, dahin ich euch habe lassen.wegführen, chnd betet für sie zum Herrn; denn wenn eS ^hr wohl geht, so gehet es euch auch wohl, sagt schon der Prophet Z eremi a s, und die Talmudisten uiachcn überall die treue, willige Unterwerfung in die Staatsgcsctze und die Liebe zu denselben, so wie die Treue gegen den Landcshcrrn zur Hauptpflicht des Juden. Sind nun auch manche Gebrauche und Vorschriften dem sitzigen Seitgeiste in gewissem Betrachte nicht gemäß: so kann mei» :ncs Erachtens der Staat dennoch den Juden im Allgemei- -nen von Staatsämtern mcht ausschließen. Will sich bei Her Annahme eines Amts her Kandidat , zu gewissen noch« iwcndigcn Pflichten nicht verstehen, oder erfüllt er sie nichts so kann crdas ihm zugedachte Amt entweder nicht erhalten Ivder er wird dessen verlustig, indem der Staat sich in si>l-> > schein Falle nicht nach den Glaubensineinungen einzelner- ^Menschen richten kaum Jndeß wird dieß selten oder gar glicht Statt finden. Der Mensch weiß sich in solchen Fällen zu helfen, er sucht die ih>n etwa vorkommenden Colli« i fronen zwischen seinen besonder» Meinungen und den Ge« -sitzen des Staats, mit gutem Gewissen zu heben; er mvdii ficirt sie nach der Beschaffenheit der Lage , in wel». chcr er sich befindet. In Polen hatten die Juden die Po« sie» gepachtet, sagt Hr. Dav. Friedländer) man hat aber nie gehört, daß irgend eine Post am Sabbath aufgehalten wurde oder liegen blieb. . In solche» Fasiew kommt es also bloß auf die Erfüllung der Pflicht und V.Ay/ ■/ .r;:' . -■nich»