Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 6 H. (1807)
- Article
- Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 364 (sequence 12)
- Language
- German
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<64 . -- •-. Nutzen bringen. „Ucbcrhaupt, Menschen dem Staate „unnützlichsagt Moses Mendelssohn, „Mcn- „schen, die in einem Lande nicht zu gebrauchen sind, dic- „ses ist eine Sprache, die mir eines Staatsmannes unwürdig zu scyn scheint. Die Menschen können mehr oder „weniger nützlich scyn; können so oder anders beschäftiget, „die Glückseligkeit ihrer Ncbcnmcnschcn und ihre eigene , mehr oder weniger befördern. Aber kein Staat kann die „geringsten, nutzlosscheincndstc» seiner Bewohner, ohne „empfindlichen Nachtheil, entbehren, und einer weisen „Regierung ist kein Bettler zu viel, kein Krüppel völlig „unbrauchbar." „Co oft Menschen in irgend einer Verfassung Menschen schädlich werden", setzt der Wcltwcise weiterhin hinzu, „liegt cs bloß an den Gesetzen oder an „ihren Verwesern." Die Erfahrung lehrt uns übrigens, daß mehrere Juten, die sich irgend einem Fache, den Handel ausgenommen, widmeten, es oft zu einer bcdeutendm Höhe darin brachten. So will ich z. D. von den gelehrten Juden nur Spinoza, Mendelssohn, Markus Herz, Bloch, C alomon Maimon, Bendavid, Für« tado n. a. m. nennen, die sich um die Menschheit und um die Wissenschaften verdient gemacht haben. In Polen, wo die Juden fast allein den Bürgerstand ausmachen, sind sie die Handwerker, Künstler, Gastwirthe und überhaupt sehr arbeitsam und tharig. In Frankreich, Holland und Jtalim zeichneten sich zeither viele Juden auf mannigfaltige Weise rühmlichst aus. Bei der französischen Armee dienen viele derselben als Gemeine Md Offiziere und stehen an Math» Tapferkeit, Treue und Ausdauer in Gefahr« ihren