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Sulamith · 1807-01-01 · 2. Bd 6 H. (1807) · p. Seite 360

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Erster Jahrgang 1806-1807
Issue
2. Bd 6 H. (1807)
Article
Die Lage der Juden alter und neuerer Zeiten
Date
1807-01-01
Page
Seite 360 (sequence 8)
Language
German
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g6o die Jugend, ist Hm von ganzem Herzen gram und wünscht schnlichst, sich und dem Staate ans eine andere Weise nützlich zu werden. Die Zeiten haben sich sehr geändert. Man urtheilt falsch, wenn man den heutigen Juden nach seinen Voreltern beurthcilt. Seitdem die Aufllarung unter den Juden zu beginnen anfing , seitdem fühlt auch ein großer Theil derselben das Niedrige und Entehrende, welches dem jüdischen Kaufmann« widerfahrt. Zudem hat der mächtige Strom unseres frivolen Zeitgeistes, in Deutschland wenigstens, die alte Frugalitat, Zufriedenheit und Anspruchslosigkeit größtenchcils aus unserer Mitte hinwcggerissen, welches Ucbel zum Theil auch daran schuld ist, daß der gewöhnliche eingeschränkte Erwerb des Handels eine jüdische Familie nicht wehr wie ehemals ernähren kann. Zieht man Nun noch in Betrachtung, daß bei den dem Juden vorgeschriebenen Einschränkungen des Handels die Zahl der christlichen Handelsleute sich fast-täglich vermehrte; die selbst das von ihnen mit Acmsigkeit bettiebene Trödlergeschaft durch ihre Vorzüge und Rechte im Staate besser als die Juden betreiben konnten: so wird man emgesiehcn müssen,' daß dem Juden die Existenz doppelt erschwert ward und daß es zu bewundern ist, die Anzahl derjenigen unter denselben, die sich auf eine unredliche Ärt ernähren, nicht größer als zeithek zu sehen. Auf keinm Fall kann, ohne .großen Nachthei! zu befürchten» das jetzige Verhaltniß der Juden in manchen Ländern so fortdaucrn, wie es jetzt Statt findet. Cs ist Häher nicht mehr als billig und gerecht, dafür ernst zu sorgen, daß den Juden die Existenz künftig nicht mehr erschwert wird und dem Staate dadurch brauchbarere Unttrthanen gegeben «erd«. Man darf stei- ' - ' ‘ ' sich

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