Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Erster Jahrgang 1806-1807
- Issue
- 2. Bd 5 H. (1807)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1807-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 13)
- Language
- German
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$50 Berichte bereite daraus; essen will ich sie und fröhlich scyn, «nd in dieser heitern Slimmung dich segnen, bevor ich ster- Le. Wie sehr wurde ein solcher Segen geschätzt, als wäre <r eine Prophezeiung, als spracht ein Sott die Worte aus. — Das konnte Rebekka, die Fromme, unmöglich zugeben. Geh geschwind, sprach sie zu dem Jüngsten, hole rnir kleines Vieh, ich will deinem Vater schmackhafte Speisen zubcreitcn, aus deiner Hand empfange er sie, und dich, dich, mein Sohn! treffe sein Segen. Vergebens machte der Aufrichtige Einwendungen, cs mußte geschehen, cs war das Mittel das Orakel zu retten. So geschwind, mein Sohn! redete der blinde Greis den unschuldigen Verpfleget an, bist du mein Sohn Esau? — Wie? die Stimme — Jakobs Stimme und die (mit Ziegcnfellcu bedeckten) Hände, Esaus Hände.— Du bist cs doch? — Ja! Da schwoll denn der Mund vom Segen über: Gott gebe dir vom Thau des Himmels, und von der Erde Fettigkeit, Gctrcid' und Most die Fülle. Es dienen Dir die Völker und Nationen beugen sich vor dir. Sey deiner Brüder Herr. Es bücken sich dir deiner Mutter Söhne. Verflucht sey wer dir flucht. Gesegnet wer dich segnet. . Bescheiden schwieg der Segen fließende Mund des frommen Gerauschten, als er den Trug entdeckte. So wills das Schicksal haben, Gott hats gefügt, gerecht sind feine Schickungen alle, und der Mutter Zweck war erreicht, die ihren Gesegneten, um ihn der Rachbegierde Esaus nicht aus-